Volle Auftragsbücher, Ferienabwesenheiten und hoher Termindruck bringen Carrosserie- und Lackierbetriebe in der Hochsaison rasch an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Anforderungen an Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit bleiben jedoch unverändert hoch. Umso wichtiger sind Prozesse, die den Werkstattalltag entlasten, Durchlaufzeiten verkürzen sowie den Energie- und Materialverbrauch senken.
Eine hohe Auslastung lässt sich nur mit einem ganzheitlichen Ansatz bewältigen. Moderne Lacktechnologien, effizient organisierte Abläufe, digitale Planung und gut ausgebildete Mitarbeitende müssen zusammenspielen.
Einen wichtigen Beitrag leisten die Fast Cure Low Energy-Lacksysteme von Spies Hecker, Standox und Cromax. Dank einer von Axalta patentierten Harztechnologie können die Produkte an der Luft oder bei niedrigen Temperaturen trocknen. Dadurch bleibt die Lackierkabine weniger lang belegt, der Energieverbrauch sinkt und die Fahrzeuge können schneller an die Kundschaft übergeben werden. Bei Oberflächenqualität und Beständigkeit müssen keine Abstriche gemacht werden.
«Produktivität entsteht nicht durch ein einzelnes Produkt. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus modernen Lacktechnologien, effizienten Prozessen und dem Know-how der Mitarbeitenden. Nur so lassen sich Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit langfristig miteinander verbinden», sagt Clint Kaufmann, Leiter Technik bei Axalta Axcess Switzerland.
Auch die Beständigkeit einer Beschichtung beeinflusst die Effizienz und den Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus eines Bauteils. Die High Heat-Schutzlackierungen von Raptor basieren auf einer fortschrittlichen Keramiktechnologie und sind je nach Produkt für Temperaturen von bis zu 1000 °C ausgelegt.
Ihre hohe Haftung und Widerstandsfähigkeit schützen stark beanspruchte Bauteile langfristig. Dadurch sind weniger Nacharbeiten, Reparaturen und erneute Beschichtungen nötig. Das spart Material, Arbeitszeit und Energie. Eine langlebige Beschichtung trägt damit direkt zu einer wirtschaftlicheren und ressourcenschonenderen Nutzung bei.
Moderne Lacktechnologien bringen ihren vollen Nutzen allerdings erst, wenn auch die Werkstattprozesse stimmen. Im Schulungscenter von Axalta in Urdorf (ZH) erhalten Fachkräfte praxisnahe Schulungen zu modernen Lacktechnologien, effizienten Applikationsprozessen und neuen Systemlösungen.
Neben Produktkenntnissen geht es darum, eine hohe Qualität mit möglichst wenig Energie und Material zu erreichen. Gut geschulte Mitarbeitende führen Prozesse sicherer aus, vermeiden Fehler und setzen Materialien gezielter ein. Weiterbildung wird damit zu einem wichtigen Bestandteil nachhaltiger Effizienz.
Digitale Lösungen erleichtern zusätzlich die Planung. Mit der KI-basierten Software aspaara.ai lassen sich Lackierkabinen, Vorbereitungsplätze und verfügbare Ressourcen intelligent koordinieren. Auch kurzfristige Änderungen wie Ferienabwesenheiten oder krankheitsbedingte Ausfälle können berücksichtigt werden.
Das stabilisiert die Abläufe, reduziert Leerzeiten und macht Engpässe frühzeitig sichtbar. Gleichzeitig werden bestehende Anlagen besser ausgelastet und unnötige Wartezeiten vermieden. Eine präzise Planung erhöht damit nicht nur die Produktivität, sondern verhindert auch den ineffizienten Einsatz von Energie, Material und Personal.
Weitere Effizienzpotenziale bieten automatisierte Systeme. Das Mischsystem «Axalta Irus Mix» reduziert den Zeitaufwand beim Anmischen von Reparaturlacken um mehr als 60 Prozent und minimiert gleichzeitig Materialverluste.
Die verwendeten Flaschen bestehen zu 50 Prozent aus recyceltem Kunststoff und lassen sich vollständig entleeren. Das Material wird besser genutzt und die Abfallmenge reduziert. Während das System den Lack automatisch vorbereitet, können die Mitarbeitenden bereits andere Aufgaben erledigen. So schafft die Automatisierung zusätzliche Kapazitäten und unterstützt einen bewussteren Umgang mit Ressourcen.
Ergänzend helfen Lösungen wie der SmartBoxBlower oder automatische Pistolenreinigungssysteme, wiederkehrende Arbeitsschritte effizienter auszuführen. Standardisierte Abläufe reduzieren Fehler, erhöhen die Prozesssicherheit und sorgen für eine konstant hohe Verarbeitungsqualität. Gleichzeitig lassen sich Reinigungsmittel, Material und Arbeitszeit gezielter einsetzen.
Gerade in der Hochsaison zeigt sich, dass Produktivität und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind. Viele Massnahmen, die Prozesse beschleunigen und Mitarbeitende entlasten, senken gleichzeitig den Energie- und Materialverbrauch.
Schnell trocknende Lacktechnologien, langlebige Beschichtungen, intelligente Planung, automatisierte Prozesse und kontinuierliche Weiterbildung bilden zusammen ein leistungsfähiges Gesamtsystem. Daraus entstehen kürzere Durchlaufzeiten, weniger Nacharbeiten, tiefere Verbräuche und zusätzliche Kapazitäten im Werkstattalltag.
Nachhaltige Effizienz bedeutet, mit den vorhandenen Ressourcen mehr zu erreichen – nicht durch zusätzlichen Druck, sondern durch abgestimmte Prozesse, moderne Technologien und gezieltes Know-how. Gleichzeitig bleibt die Qualität auch bei hoher Auslastung konstant.
Mit diesem Ansatz unterstützt Axalta Axcess Switzerland Carrosserie- und Lackierbetriebe dabei, ihre Produktivität langfristig zu steigern und auch in arbeitsintensiven Zeiten wirtschaftlich, ressourcenschonend und zuverlässig zu arbeiten.