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Oldtimer

Schweizer Flügeltürer: Einst 4500 Franken, heute Millionenpotenzial

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Kategorie: Oldtimer
02. Oktober 2026
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    Schweizer Flügeltürer: Einst 4500 Franken, heute Millionenpotenzial

  • Ein Stern mit Millionenpotenzial: Broad Arrow schätzt diesen Schweizer 300 SL auf 1,7 bis 2 Millionen Euro. Versteigert wird er am 9. Oktober 2026 in Knokke-Heist.
    Hans Huwyler, Inhaber der Touring Garage in Lenzburg, soll den Flügeltürer einst einem Berner Arzt für 4500 Franken abgekauft haben. Ein Garagenkauf mit bemerkenswerter Fortsetzung.
    Dieser Mercedes durfte Kilometer sammeln: Aus den Fahrtenbüchern leitet Broad Arrow eine Laufleistung von rund 172 000 Kilometern ab. Auf dem Zähler stehen gut 72 000.
    Die berühmten Flügeltüren waren eine technische Notwendigkeit: Der hohe Gitterrohrrahmen liess herkömmliche Türen nicht zu. Aus einer konstruktiven Einschränkung wurde ein Markenzeichen.
    Seine Geschichte reicht weit über die Schweiz hinaus: 1994 brachte Johannes Huwyler den Familien-SL nach Kalifornien. 2006 kehrte das Coupé nach Europa zurück.
    Grün wurde dieser Flügeltürer erst später. Laut Katalog stammt die Umlackierung aus den 1960er-Jahren; darunter soll noch das ursprüngliche Silbergrau liegen.
    Broad Arrow bietet den Wagen als unrestauriertes Exemplar mit «matching numbers» an. Sein Reiz liegt in der erhaltenen Substanz und den Spuren eines langen Autolebens.
    Fast ein halbes Jahrhundert blieb der 300 SL bei der Familie Huwyler. Lenzburg ist damit ein prägendes Kapitel seiner Geschichte.
    Seit 2006 gehört der Flügeltürer zur Sammlung des 300-SL-Spezialisten Ben Valkenburg. Nun sucht der langjährige Besitzer über Broad Arrow einen Nachfolger.
    Silbernes Armaturenbrett und Becker-Mexico-Radio: Das Cockpit bewahrt laut Katalog charakteristische Details seiner frühen Jahre. Die Zeit darf hier sichtbar bleiben.
    Karierte Sitze und sichtbare Gebrauchsspuren passen zu dieser bewegten Geschichte. Zwei originale Fahrtenbücher dokumentieren laut Auktionshaus die Laufleistung seit 1968.
    Das CH am Heck erinnert an die Schweizer Herkunft: Der 1955 gebaute Mercedes wurde neu über den offiziellen Schweizer Importeur ausgeliefert.
    Begehrt bis ins Detail: Die Rudge-Räder mit Zentralverschluss zählen zur besonderen Ausstattung dieses Flügeltürers. Auch an den Rädern steckt ein Stück Sportwagengeschichte.
    Der Dreiliter-Reihensechszylinder besitzt eine leistungssteigernde NSL-Sportnockenwelle. Laut Katalog gehörte diese Ausführung bereits zur ursprünglichen Bestellung.
    Reserverad und Werkzeugrolle gehören zum Reisegepäck dieses Klassikers. Die Familie Huwyler nutzte den SL laut Katalog vor allem für Ferienfahrten – ein Ferienauto mit Flügeltüren.

4500 Franken soll der Lenzburger Garagist Hans Huwyler einst für diesen Mercedes bezahlt haben. Heute liegt die Auktionsschätzung bei 1,7 bis 2 Millionen Euro. Broad Arrow bietet den 300 SL von 1955 am 9. Oktober 2026 bei der Zoute Concours Auction im belgischen Knokke-Heist an. Das Käuferaufgeld kommt hinzu.

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VW-Geheimnis im BMW: Dieser M5 hat zehn Zylinder

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Kategorie: Oldtimer
02. Oktober 2026
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    VW-Geheimnis im BMW: Dieser M5 hat zehn Zylinder

  • Die Niere gehört BMW, die Motorenidee Volkswagen: In diesem M5 steckt ein experimenteller W10. Der serienmässige V8 musste dafür seinen Platz räumen.
    Ein M5 für 250 000 bis 350 000 Euro: So lautet die Schätzung von Broad Arrow. Am 9. Oktober 2026 kommt der Versuchsträger in Belgien unter den Hammer.
    Laut Broad Arrow liefert der W10 480 PS und 592 Nm – 80 PS mehr als der serienmässige M5. Seine Carrosserie trägt diesen Aufschlag ausgesprochen diskret.
    Zehn Zylinder im Auto, zehn daneben: Zum Los gehört ein zweiter W10 als Ausstellungsaggregat. Laut Broad Arrow entstanden insgesamt nur drei dieser Motoren.
    Vier Türen, vertraute E39-Linien und eine ziemlich unbürgerliche Aufgabe: Der M5 diente als Versuchsträger für eine Hochleistungslimousine mit W10 nach Volkswagen-Rezept.
    Der M5 ist laut Katalog in der Slowakei zugelassen, ein Konformitätszertifikat fehlt. Für Schweizer Käufer gehört damit auch die Frage nach einer hiesigen Zulassung zum Paket.
    Vier Endrohre, zehn Zylinder – und wenig elektronische Rückendeckung: Laut Auktionskatalog sind ABS, Traktionskontrolle und Stabilitätsregelung deaktiviert.
    Spätestens beim Aufkleber ist die Tarnung vorbei: W10-Prototyp im BMW M5. Diese Kombination hat es nie in eine offizielle BMW-Preisliste geschafft.
    Fünf plus fünf ergibt hier W10: Zwei schmale VR-Zylindergruppen teilen sich eine Kurbelwelle. Der Fünfliter-Saugmotor ist das eigentliche Herzstück dieses ungewöhnlichen M5.
    Holzdekor, Leder und ein vertrauter Schalthebel: Das BMW-Cockpit blieb weitgehend erhalten. Auch der W10 wird von Hand dirigiert – über das ursprüngliche Sechsganggetriebe.
    Laut Broad Arrow sass Ferdinand Piëch während der Erprobung selbst am Steuer. Die Geschichte vom VW-Chef im BMW ist reizvoll; unabhängig belegt ist sie bisher nicht.
    Kleine Schalter, grosser Umbau: Der W10 besitzt ein separates Steuergerät. Auch Ansaugung, Zündung und Kühlung wurden für den Einsatz im BMW angepasst.
    Das Stack-Instrument zeigt Drehzahl und Öldruck, besitzt aber keinen Kilometerzähler. Die Gesamtlaufleistung des M5 bleibt deshalb unbekannt – eine Lücke im Lebenslauf dieses ungewöhnlichen Versuchsträgers.
    Autotelefon in der Armlehne, W10 unter der Haube: Dieser M5 bewahrt den Charme einer Epoche, in der mobile Kommunikation noch einen richtigen Hörer hatte.

Ein BMW M5 mit einem W10 nach Volkswagen-Rezept. Und ausgerechnet Ferdinand Piëch soll ihn persönlich gefahren haben. Der einstige VW-Chef im Auto der Konkurrenz – mit eigener Technik unter der Haube. Markenloyalität? Offenbar etwas für die Verkaufsabteilung.

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Weltstar versteigert über 70 Motorräder aus seiner Sammlung

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Kategorie: Oldtimer
01. Oktober 2026
  • So oder ähnlich sieht die restaurierte Ducati 750 Sport von 1975 aus, die Billy Joel zum Verkauf anbietet. Symbolbild.

Billy Joel (Uptown Girl, Piano Man, We Didn’t Start the Fire) ist nicht nur Sänger, Pianist, Komponist und Songwriter, sondern seit Jahrzehnten auch bekennender Motorradfan. Nun lichtet der Musiker seine Garage: Mehr als 70 Motorräder aus seiner Sammlung kommen am 20. und 21. November bei den «Retromobile New York Auctions» von «Gooding Christie’s» unter den Hammer – sämtlich ohne Mindestpreis.

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Lost Place, Linth und 343 PS: Erste Etappe quer durch die Schweiz

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Kategorie: Oldtimer
28. September 2026
  • Fitnesstest: Vor der Abreise zur Tour de Suisse werden noch Luftdruck, Reifen, Ölstand und die Füllmenge des Benzins kontrolliert.
    Die Raststätte im August 2026 in Fahrtrichtung Chur. In den autobahnlosen Sechzigern herrschte auf den beiden Spuren Gegenverkehr. Vom mittlerweile geschlossenen Parkplatz gelangte man über die Brücke links zum Restaurant.
    Da war mehr oder weniger noch alles im Schuss: Das Restaurant Walensee Fahrtrichtung Zürich – etwa in der Zeit, als es in die Hände von Heinz Peter Moravcik überging.   Foto: Kecko / Wikimedia Commons / CC BY 2.0
    Einst Rastplatz mit Seeblick, heute Lost Place mit Patina: Im Innern der 1968 erbauten Raststätte wird aktuell umgebaut und renoviert. Foto: Kecko / Wikimedia Commons / CC BY 2.0
    Nur noch kurz eine Erfrischung am Bahnhof Rapperswil kaufen, und dann heisst es für den BMW «ab ins Parkhaus» (im Hintergrund) für einen halben Tag.
    Mit 1220 PS: Unser nächstes Transportmittel kommt bereits in Sicht. Die 54 Meter lange und 11,6 Meter breit MS Linth steuert den Hafen von Rapperswil an, um uns für die Fahrt nach Zürich einzusammeln.
    Abschied: Die MS Linth nimmt Kurs auf Zürich, während Rapperswil langsam achteraus verschwindet. Ein letzter Blick zurück auf Hafen, Altstadt und Schlosskulisse – dann gehört die Bühne für gut zwei Stunden dem Zürichsee.
    Am Hafen Stäfa nicht zu übersehen: die reich bemalte Giebelfassade mit historischen Figuren, Schweizer Wappen, grünen Fensterläden und kunstvollem Schriftzug. Ein Gasthaus, das schon von aussen klarmacht, dass hier Tradition nicht bloss auf der Speisekarte steht.

343 PS, 20 Jahre und ziemlich viel Schweiz. Ein BMW Z4 M Coupé gehört eigentlich auf eine kurvige Passstrasse. Wir schicken den 20-jährigen Sportler trotzdem auf Bildungsreise: zu Lost Places, Häfen, in traditionsreiche Häuser und an einige der schönsten Orte der Schweiz. Eine Tour de Suisse zwischen Fahrfreude, Geschichte und Entdeckerlust – Umwege ausdrücklich erwünscht.

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«Scheunenfund» von Cassis: 40 französische Klassiker kommen unter den Hammer

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Kategorie: Oldtimer
24. September 2026
  • Blick in das dicht belegte Depot bei Cassis. Zwischen Kisten und Werkstattmaterial stehen die Fahrzeuge seit längerer Zeit eingelagert. Die Sammlung umfasst rund 40 Fahrzeuge, überwiegend französische Klassiker.
    Limousinen und Nutzfahrzeuge stehen eng nebeneinander. Die Sammlung führt französische Marken und Modelle aus mehreren Jahrzehnten zusammen; die genaue Zuordnung der Wagen auf diesem Bild ist noch offen.
    Ein Blick auf die markanten Fronten der abgestellten Klassiker. Im Auktionsbestand sind unter anderem Peugeot und Hotchkiss vertreten. Welche Lose hier zu sehen sind, muss der vollständige Katalog zeigen.
    Die Seitenansicht zeigt mehrere elegante Vorkriegsformen. Zur Sammlung gehören Peugeot 202, 302 und 402 sowie verschiedene Hotchkiss. Eine sichere Modellzuordnung der einzelnen Autos auf dem Foto liegt bisher nicht vor.
    Der schwarze Wagen mit seiner hohen, schmalen Front steht neben einem hellen Klassiker. Die Auktion umfasst zahlreiche französische Autos der 1930er-Jahre; Zustand, Vollständigkeit und genaue Typen werden erst die Losbeschreibungen klären.
    Auch Zweiräder gehören zur Erbschaft. Im Bericht werden unter anderem Motoconfort, Terrot und Motobécane genannt. Das Fabrikat der hier sichtbaren Motorräder ist bislang nicht eindeutig bestätigt.
    Die offene Panhard Dyna X86 ist eines der seltenen Stücke der Sammlung. Maison Pline beschreibt sie als zweitüriges Cabriolet. Angaben zu Zustand und Originalsubstanz stehen noch aus.
    Die Seitenansicht zeigt die ungewöhnliche, offene Karosserie der Panhard Dyna X86. Laut Fachbericht soll sie noch ihre ursprüngliche Zulassung haben; die Dokumentation bleibt zu prüfen.

«Scheunenfund» klingt gut. Ganz genau passt das Etikett hier aber nicht. Die Autos standen auf einem Anwesen in Cassis, fast drei Jahrzehnte lang vor Blicken verborgen. Nun bringt eine Erbschaft rund 40 Fahrzeuge ans Licht. Maison Pline soll die Sammlung versteigern.

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Matt Nero Opaco: Der besondere Enzo kommt unter den Hammer

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Kategorie: Oldtimer
24. September 2026
  • Unter der grossen Heckhaube sitzt der V12 des Ferrari Enzo.
    Das Cockpit des Enzo: ein eng geschnittenes Fahrerumfeld mit Ferrari-Lenkrad und zentralem Schalthebel.
    Frontalansicht des matt-schwarzen Ferrari Enzo mit seiner tief gezogenen Nase.
    Das markante Heck mit den vier runden Rückleuchten und den grossen Luftauslässen.
    In der Seitenansicht zeigt sich die flache, von der Formel 1 inspirierte Silhouette des Enzo.
    Heck und Flanke des Ferrari Enzo in einer ruhigen Dreiviertelansicht.
    Die vordere Dreiviertelansicht betont die keilförmige Front und die weit ausgestellten Radhäuser.

Dieser Ferrari ist ab Werk ein Unikat. Seine heutige Lackschicht ist es nicht. RM Sotheby’s bietet einen Ferrari Enzo von 2004 an, der als einziger seiner Art in Matt Nero Opaco ausgeliefert worden sein soll. Bestellt habe ihn ein Mitglied der königlichen Familie von Brunei; neu ging der Wagen nach London. Eine konkrete Person nennt der Katalog nicht.

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Belcar: Das kleine Schweizer Auto mit der grossen Geschichte

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Kategorie: Oldtimer
23. September 2026
  • Der Belcar zeigte sich 2018 am Genfer Automobilsalon. Die aus zwei Kunststoffschalen bestehende Carrosserie erhielt später eine optische Aufwertung. Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons
    Innen können drei Personen nebeneinander auf der Sitzbank Platz nehmen. Das klingt kuschelig, entsprach aber dem Geist der Miniklasse: wenig Auto, viel Nutzen, keine unnötige Verschwendung.  Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons
    Heute steht der letzte überlebende Belcar im Gemeindehaus von Wollerau – und erinnert daran, dass Schweizer Automobilgeschichte nicht nur aus grossen Namen, luxuriösen Sportwagen und spektakulären Einzelstücken besteht.

Es ist ja nicht so, dass die Schweiz nie versucht hätte, der automobilen Welt ihren Stempel aufzudrücken. Man denke an Peter Monteverdi aus Basel, an noble Gran Turismo mit internationalem Anspruch – oder, einige Nummern kleiner und sehr viel eigenwilliger, an den Belcar aus Wollerau. Ein Auto, das schon deshalb Sympathien verdient, weil es aussieht, als hätte jemand beschlossen, aus wenig Material möglichst viel Mobilität zu machen.

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Ferrari-Leuchten, Lachgas, Dudelsack: Clarkson verkauft Fernsehgeschichte

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Kategorie: Oldtimer
21. September 2026
  • Homeslider Text:

    Ferrari-Leuchten, Lachgas, Dudelsack: Clarkson verkauft Fernsehgeschichte

  • Jeremy Clarkson vor drei rollenden Erinnerungsstücken aus «The Grand Tour»: Lancia Montecarlo, Lincoln Continental Mark V und Alfa Romeo GTV6 sollen am 14. November versteigert werden.
    Der Lancia Montecarlo war Clarksons letztes Auto in der gemeinsamen «Grand Tour»-Ära – und dürfte deshalb den grössten emotionalen Fernsehbonus des Trios besitzen.
    Ferrari-308-Rückleuchten, vier Endrohre und Integrale-Räder: Was Puristen als Stilbruch werten, macht den Lancia für Fans erst zum unverwechselbaren Filmauto.
    Unter der Fernsehmaskerade bleibt ein seltener Mittelmotor-Lancia. Bei der Bewertung ziehen Originalität und Bildschirmruhm allerdings in entgegengesetzte Richtungen.
    Für die Dreharbeiten erhielt der Montecarlo eine veränderte Front. Ob die ausgebauten Originalteile noch existieren und ein Rückbau möglich wäre, bleibt offen.
    Die vier Endrohre und die Rückleuchten des Ferrari 308 erzählen mehr über Clarksons letzte Reise mit Hammond und May als über Lancias damalige Serienfertigung.
    Recaro-Sitze und ein griffiges Sportlenkrad prägen den schnörkellosen Innenraum. Hier zählt die belegte Filmgeschichte ebenso viel wie der klassische Zustand.
    Der Alfa Romeo GTV6 ist der klassisch stärkste Kandidat des Trios: Busso-V6, Transaxle und Giugiaros Keilform funktionieren auch ohne Prominentenbonus.
    Clarkson fuhr den roten GTV6 für «The Grand Tour» auf der schottischen North Coast 500. Die Fernsehprovenienz macht aus dem Achtzigerjahre-Coupé ein Stück Popkultur.
    Die klare Keilform zeigt, weshalb der GTV6 längst als moderner Klassiker gilt. Für den Marktwert bleiben Wartung, Reparaturen und dokumentierte Laufleistung entscheidend.
    Vier Rundscheinwerfer, schmale Carrosserie und der typische Alfa-Schildgrill: Der GTV6 brauchte nie Fernsehschminke, um aufzufallen.
    Das kantige Heck gehört zu den prägenden Formen der Achtzigerjahre. Der Auktionskatalog nennt 28 315 Meilen; die Beleglage dazu sollte ein Käufer dennoch prüfen.
    Holzlenkrad, Handschaltung und Stoffpolster versetzen den Fahrer direkt in die Achtziger – einschliesslich der eigenwilligen italienischen Ergonomie.
    Fast 5,85 Meter amerikanischer Überschwang: Der Lincoln Continental Mark V verwandelte schottische Nebenstrassen in eine räumliche Herausforderung.
    Der Lincoln ist weniger klassischer Sportwagen als rollende Filmrequisite. Gerade diese Mischung aus Luxus, Absurdität und Fernsehgeschichte könnte Bieter reizen.
    Die scheinbar endlose Seitenlinie zeigt, weshalb der Mark V in Europa ungefähr so praktisch ist wie ein Billardtisch im Treppenhaus.
    Viel Kühlergrill, noch mehr Motorhaube: Von vorn wirkt der Mark V wie ein amerikanisches Wohnzimmer, dem jemand Räder untergeschraubt hat.
    Das senkrechte Heck und die Reserveradattrappe tragen so dick auf, wie es nur ein Luxus-Coupé der späten Siebziger darf. Bescheidenheit war anderswo serienmässig.
    Chromgrill, Kühlerfigur und verdeckte Scheinwerfer: Subtilität stand 1978 offenbar nicht im Lastenheft des Continental Mark V.
    Auch am Heck herrscht barocker Überfluss. Die Reserverad-Auswölbung ist reine Inszenierung – passend für ein Auto, das später zum Fernsehstar wurde.
    Blauer Velours, elektrische Helfer und Wohnzimmerformat: Clarkson entdeckte im Lincoln den luxuriösen Gegenentwurf zum europäischen Sportwagen.
    Die Cartier-Uhr im Armaturenbrett faszinierte Clarkson bereits während der Sendung. Heute gehört sie zur belegbaren Bildschirmgeschichte des Autos.
    Im Kofferraum liegen noch immer die Spuren der «Lochdown»-Episode: Lachgasanlage und Dudelsäcke – Technikversuch trifft schottische Pointe.
    Die für die Dreharbeiten eingebaute NOS-Anlage blieb an Bord, funktionierte in der Sendung jedoch nicht wie erhofft. Ihre heutige Betriebssicherheit muss separat geklärt werden.

Jeremy Clarkson schickt drei Autos aus seiner Zeit bei The Grand Tour zur Auktion. Wer mitbietet, kauft nicht bloss altes Blech, sondern Fernsehgeschichte – inklusive Ferrari-Rückleuchten, störrischem Alfa-Getriebe und Dudelsack im Kofferraum.

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Biasca lädt zum Klassiker-Treffpunkt für Youngtimer, Oldies & 2-Räder

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Kategorie: Oldtimer
14. September 2026
  • Ein Klassiker mit Kultstatus: Der VW T1 steht beispielhaft für jene historischen Fahrzeuge, die beim «Young & Oldtimer Market» in Biasca im Mittelpunkt stehen.
    Auch Motorräder gehören zum Angebot: Eine klassische Honda CB 350 Four zeigt, dass der Markt in Biasca nicht nur Autofans, sondern ebenso Freunde historischer Zweiräder anspricht.
    Vom Mofa bis zum Oldtimer reicht die Bandbreite: Ein Piaggio Ciao erinnert daran, dass beim «Young & Oldtimer Market» auch die kleinen Klassiker der Alltagsmobilität ihren festen Platz haben.

Am Samstag, 3. Oktober 2026, wird der «Swiss Railpark» in Biasca zur Adresse für alle, die mit alten Autos, Motorrädern und mechanischen Zeitzeugen mehr anfangen können als mit nüchternen Datenblättern. Von 08:00 bis 16:00 Uhr lädt der «Young & Oldtimer Market» zum Schauen, Stöbern, Kaufen und Fachsimpeln ein.

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Lewis Hamiltons F40: Viel Staub, Sehnsucht und Maranello-Magie

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Kategorie: Oldtimer
07. September 2026
  • Ein F40 gehört nicht ins Museum: Lewis Hamiltons Traum-Ferrari zeigt, wofür er gebaut wurde – Tempo, Drama und ein wenig Rauch inklusive.  Foto: Ferrari
    Von wegen Schonprogramm: Im Drift zeigt der F40, warum er bis heute als eine der wildesten Ikonen aus Maranello gilt.  Foto: Ferrari
    Vom staubbedeckten Garagenfund zur roten Ikone: Lewis Hamilton neben seinem Ferrari F40 während der aufwendigen Wiederaufarbeitung.  Foto: Ferrari
    Nach mehr als dreissig Jahren in einer Garage ist Lewis Hamiltons Ferrari F40 wieder zurück – aufgearbeitet, bereit für neue Geschichten und noch immer radikal rot.  Foto: Ferrari

Der Ferrari F40 ist nicht einfach ein Supersportwagen, sondern eine Art roter Heiliger mit Heckflügel. Flach, brutal, laut – und bis heute so aufregend, dass selbst moderne Hypercars daneben bisweilen wirken wie sehr schnelle Haushaltsgeräte. Klar also, dass Lewis Hamilton einen besitzen muss. Der Mann hat schliesslich mehr Formel-1-Siege als jeder andere eingefahren und steht heute bei den Italienern unter Vertrag.

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