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    Viel Chrom, kleine Fiats und grosse Emotionen: Klassikerfest im Albisgüetli

Wenn sich im Albisgüetli wieder der Duft von Grillwürsten mit einer leichten Note Motorenöl und Bleibenzin mischt, dann ist klar: Die «Albisgüetli Classics Cars & Bikes» stehen vor der Tür. Dort, wo sonst das Zürcher Knabenschiessen Tradition atmet, dreht sich auch 2026 alles um altes Blech, grosse Geschichten und Menschen, die zwar manchmal graue Haare, aber garantiert Benzin im Blut haben. Der Anlass bleibt, was er immer war – ein entspanntes Stelldichein für Schrauber, Sammler, Nostalgiker und jene, die einfach gerne schauen, staunen und fachsimpeln.

Gleich drei Termine markieren das Klassikerjahr: Den Auftakt macht der Sonntag, 19. April, gefolgt von weiteren Treffen am 5. Juli und am 27. September. Wer den Saisonstart besucht, bekommt eine Extraportion Dolce Vita serviert, denn eine Sonderausstellung des Fiat 500 Club Schweiz rückt den kleinen Italiener ins Rampenlicht. Vom charmanten Serienmodell bis zu kuriosen Varianten zeigt sich der einstige Volksheld so vielfältig, dass selbst hartgesottene Hubraum-Fans kurz innehalten dürften. Der Fiat 500 mag klein sein – seine Fangemeinde ist es definitiv nicht.

Rund um die Ausstellung bleibt genug Platz für das, was ein solches Treffen ausmacht: ein grosser Parkplatz voller Old- und Youngtimer mit freier Sicht aufs Gelände, spontane Benzingespräche und die leise Erkenntnis, dass Patina manchmal ehrlicher wirkt als Hochglanzlack. Für die Zweiradfraktion gibt es eine eigene Zone, wo sich die FAM – die Freunde alter Motorräder – versammeln. Dort knattert und knistert es nicht nur akustisch, sondern auch in den Erinnerungen an vergangene Ausfahrten.

Wer glaubt, ein Klassiker-Event sei nur etwas für Puristen mit ölverschmierten Händen, wird im Albisgüetli schnell eines Besseren belehrt. Zwischen Ausstellerständen, Livemusik und Kinderprogramm entsteht eine Atmosphäre, die eher an ein Dorffest mit Chromrand erinnert. Während die Kleinen sich beim Kinderschminken in Tiger oder Prinzessinnen verwandeln, diskutieren die Grossen über Vergaser, Ventilspiele und darüber, warum früher angeblich alles besser war – zumindest aus Sicht des Fahrgefühls. Dazu gibts Schweizer Küche, Grillstände und saisonale Spezialitäten aus dem Restaurant, denn ein Klassiker-Treffen ohne kulinarische Bodenhaftung wäre ungefähr so sinnvoll wie ein Oldtimer ohne Geschichte.

Kurz gesagt: Wer am 19. April ins Albisgüetli kommt, findet keine sterile Autoschau, sondern ein lebendiges Stück Szene – mit Charme, Charakter und einer Prise Humor. Und vielleicht genau jenem Moment, in dem man zwischen zwei Motorengeräuschen merkt, dass Leidenschaft kein Baujahr kennt.