Interview: Urs Boss
Der Schweizer Carrosseriespengler Gilles Glauser tritt an den WorldSkills in Shanghai an. Seine Coachin Diana Schlup sieht ihm an der Wettbewerbsfläche kaum zu. Die Expertin muss Arbeiten bewerten; der Blick auf den eigenen Kandidaten macht sie zudem nervös. Urs Boss sprach mit ihr nach dem ersten Wettkampftag über die Arbeit hinter den Kulissen und den nächsten Einsatz.
Urs Boss: Diana, der erste Wettkampftag ist vorbei. Konntest du beobachten, wie Gilles gearbeitet hat?
Diana Schlup: Kaum. Ich hatte schlicht keine Zeit, ihm zuzuschauen. Bei meinem eigenen Kandidaten bin ich sogar froh, wenn ich nicht ständig danebenstehe. Sonst werde ich nervös – und wahrscheinlich er auch.
Urs Boss: Was hat dich stattdessen beschäftigt?
Diana Schlup: Wir arbeiten in verschiedenen Modulen, und die Kandidaten sind mit unterschiedlichen Aufgaben beschäftigt. Die Arbeiten möchte ich in Ruhe bewerten, wenn es an der Wettbewerbsfläche leiser geworden ist.
Urs Boss: Dein Tag ist damit noch lange nicht zu Ende?
Diana Schlup: Nein. Wir sind schon lange hier, aber mit den Bewertungen noch nicht fertig. Auch nach dem Wettkampf gibt es für uns noch zu tun.
Urs Boss: Was erwartet die Kandidaten morgen?
Diana Schlup: Im Grunde Ähnliches wie heute, allerdings arbeiten sie an anderen Plätzen. Es wird ein längerer Tag. Heute konnten sie sich noch einlesen und vorbereiten; morgen beginnt die Arbeit schon früh.
Urs Boss: Und was traust du Gilles zu?
Diana Schlup: Ich denke, von Gilles darf man einiges erwarte