Dennis Schneider (Text)
Die Familienholding Lokemaan 1754 hat den elsässischen Lackierkabinenhersteller Weinmann Technologies übernommen. Die neuen Eigentümer wollen das Schweizer Geschäft ausbauen, den Kundendienst verdoppeln und einen neuen Industriestandort im Elsass entwickeln.
Wenn die Lackierkabine stillsteht, hilft auch die glänzendste Verkaufsbroschüre wenig. Weinmann Technologies aus Rosheim baut solche Anlagen seit 1967 und beschäftigt rund 50 Mitarbeiter. Gefertigt wird im Elsass. Das Angebot reicht von Lackierkabinen für Autos, Nutzfahrzeuge und die Industrie bis zu Vorbereitungsplätzen und Lackmischräumen. Dazu kommt die Planung kompletter Carrosseriewerkstätten, einschliesslich Schulung und Wartung.
Der Eigentümerwechsel erfolgte bereits im Juni 2026. Mit Lokemaan 1754 steht nun eine Familienholding hinter Weinmann, die langfristig in französische Industrieunternehmen mit spezialisiertem technischem Know-how investiert.
In der Schweiz beginnt Weinmann keineswegs bei null. 1999 installierte der Hersteller seine erste hiesige Lackierkabine, inzwischen zählt er mehr als 50 Schweizer Referenzkunden. Das Unternehmen gehört zudem zu den befreundeten Mitgliedern des Branchenverbandes carrosserie suisse.
Auf dieser Basis will Mitinhaber Louis-Mattéo Creplet aufbauen. Die Schweiz und die Benelux-Länder stehen im Fokus seiner Exportpläne. Gleichzeitig arbeitet Weinmann an einem neuen Industriestandort im Elsass, der das weitere Wachstum unterstützen soll.
Ein Schwerpunkt ist der Kundendienst: Creplet will den Bereich verdoppeln und damit schnelle Einsätze absichern. Für Frankreich lautet das Ziel, unabhängig vom Standort des Kunden einen Einsatz am Folgetag zu garantieren. Zum bestehenden Serviceangebot gehören technische Unterstützung, Ersatzteile, Wartung und die Nachrüstung von Anlagen.
Für Schweizer Carrosseriebetriebe zählen vor allem zuverlässige Betreuung und kurze Ausfallzeiten. Denn die beste Lackierkabine ist jene, die läuft.