Von Heinz Schneider (Text)
Manche Treffen sind einfach Termine im Kalender. Das British Car Meeting gehört zur anderen Sorte: Es ist eher ein Ritual auf Rädern, eine rollende Liebeserklärung an Chrom, Charakter und jene charmanten technischen Eigenheiten, die man bei britischen Fahrzeugen gern grosszügig als «Persönlichkeit» durchgehen lässt. Am Sonntag, 30. August 2026, kehrt dieser Traditionsanlass dorthin zurück, wo er zuhause ist: auf den Flugplatz Mollis im Glarnerland.
Die Geschichte des BCM reicht ins Jahr 1978 zurück, als alles in Rothrist (SO) begann. Danach zog der Anlass weiter, machte Station an verschiedenen Orten und fand schliesslich über Jahre im Seedamm-Center in Pfäffikon (SZ) ein gut sichtbares Zuhause direkt an der A3.
Seit 1999 aber ist Mollis jener Platz, den viele mit dem Treffen verbinden: offen, grosszügig, mit genug Raum für weit über 1000 britische Fahrzeuge und ihre Besitzer, die weniger auf grosses Tamtam als auf einen entspannten Tag unter Gleichgesinnten aus sind. Dass die 44. Ausgabe im vergangenen Jahr ausnahmsweise nach Kemptthal in die Motorworld verlegt werden musste, war mehr Notlösung als Neustart. Nun ist klar: Das British Car Meeting gehört ins Glarnerland.
Die Rückkehr nach Mollis bringt noch einen weiteren Vorteil mit sich. Mehr Platz, bewährte Infrastruktur – und damit auch wieder Raum für einen Spezialgast. 2026 steht Triumph im Mittelpunkt. Eine Marke, die in der britischen Fahrzeuggeschichte ihren ganz eigenen Klang hat. Willkommen sind nicht nur die bekannten Roadster und Limousinen, sondern ausdrücklich auch Motorräder sowie die späteren Automobile der Achtzigerjahre. Und doch dürfte klar sein, welche Modelle das Publikum besonders anziehen werden: die klassischen Triumph der Sechziger, allen voran TR, Spitfire, Herald, Vitesse und Stag. Autos, die aussehen, als sei das Leben grundsätzlich sonnig und die Landstrasse nie weit.
Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind jedoch willkommen und können beim Ein- und Ausgang gemacht werden. Dazu kommen von 9 bis 16 Uhr Aussteller mit Ersatzteilen und Dienstleistungen rund um das klassische Automobil – also genau jene Mischung, bei der man eigentlich nur kurz schauen wollte und eine Stunde später mit einem seltenen Emblem, einem Fachgespräch über Vergaserabstimmung und drei neuen
Bekanntschaften weiterzieht.