Carrosserie- und Fahrzeugbau

Auf der Überholspur: Busse von Hess sind begehrt

 

Der Schweizer Bushersteller Hess aus Bellach darf sich über einen hohen Bestelleingang freuen. Jüngstes Beispiel sind die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ): Sie erneuern in den kommenden Jahren ihre Trolleybus-Flotte und haben dafür den Solothurnern nach einer internationalen Ausschreibung den Zuschlag im Gesamtwert von rund 330 Millionen Schweizer Franken gegeben. Vor einigen Wochen orderten bereits die französischen Städte Nancy und Clermont-Ferrand sowie die österreichische Stadt Salzburg elektrisch angetriebene Busse bei Hess. Im vergangenen Frühjahr ging zudem eine Bestellung für Elektrobusse durch die Städte Neuchâtel und La Chaux-de-Fonds ein.



Die erste Lieferung an die VBZ umfasst 13 Batterie-Gelenktrolleybusse und 13 Batterie-Doppelgelenktrolleybusse des Typs «ligh Tram», die ab 2024 auf den VBZ-Linien verkehren. In den darauffolgenden Jahren ist der Einsatz von 140 weiteren Fahrzeugen geplant: 85 Exemplare des Typs «ligh Tram 19 DC» sowie 55 von «ligh Tram 25 DC». Zum erteilten Auftrag gehört zudem ein Teil des präventiven Unterhalts der Fahrzeuge durch Hess.

 

Die neuen Elektrobusse «ligh Tram» benötigen weniger Energie als vergleichbare Fahrzeuge und erlauben es den Betreibern, weitere Dieselbuslinien elektrisch zu befahren. Aufgeladen werden sie ohne Zeitverlust während der Fahrt unter der vorhandenen Oberleitung. Die Firma Hess beschäftigt aktuell 650 Mitarbeitende und bildet 47 Lehrlinge in zwölf verschiedenen Berufen aus. Zur Abdeckung der hohen Nachfrage startet Hess im kommenden Dezember mit einem neuen zusätzlichen Werk in Porto (Portugal).

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