Von Heinz Schneider (Text)
Die «Plankl AG» aus Wittenbach (SG) ist kein Betrieb, der sich mit wohlklingenden Schlagworten begnügt. Nachhaltigkeit, Qualitätsmanagement und Kundenzufriedenheit werden hier nicht als Dekoration fürs Leitbild verstanden, sondern als tägliche Arbeit am Detail. Das zeigt sich nicht zuletzt an den Markenzertifizierungen von BMW, Tesla und der AMAG – Auszeichnungen, die man sich nicht mit schönen Worten, sondern nur mit sauberen Prozessen und verlässlicher Qualität erarbeitet.
Als Tochterunternehmen der «Greco Carrosserie + Autospritzwerk AG» aus Sirnach (TG) ging «Plankl» diesen Weg konsequent weiter. Am 16. Februar 2024 erhielt der Betrieb von der «Attesta Schweizer Zertifizierungsgesellschaft» die Anerkennung für das Netzwerk «Certified First Switzerland» (CFS). Kurz darauf folgte der Beitritt zum «Sustainable Repair Network» von «Akzo Nobel». Dahinter steckt kein Marketing-Gag, sondern ein Programm, das Betriebe mit konkreten Produkten, Dienstleistungen und Werkzeugen dabei unterstützt, effizienter zu arbeiten und den CO₂-Fussabdruck messbar zu reduzieren. Nachhaltigkeit zum Anfassen, nicht zum Abheften.
Mitte Dezember 2024 bestand die «Carrosserie Plankl» zudem die Zertifizierung nach «Iso 9001». Die international anerkannte Norm definiert die Anforderungen an ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem und verlangt den Nachweis von Effizienz, Präzision in der Reparatur sowie einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Im Zentrum steht dabei ein Ziel, das im Alltag oft zitiert, aber nicht immer konsequent verfolgt wird: die Kundenzufriedenheit. Bei Plankl gehört sie zum Pflichtprogramm. Oder wie Filialleiter Peter Hümbeli formuliert: «Mir liegt viel an der Entwicklung, der Kommunikation, den geführten Prozessen und der Nachhaltigkeit – darüber wird bei uns nicht geredet, sondern wir leben das richtig und echt.»
Folgerichtig stand nun das Zertifikat «ISO-14001» auf der Agenda. Sie ist so etwas wie das Strassenverkehrsamt fürs Umweltgewissen eines Unternehmens – nur ohne Prüfhalle und Übergwändli, dafür mit System. Die Norm aus der Familie «Iso 1400» legt fest, wie ein Umweltmanagementsystem aufgebaut sein muss. Gefordert ist kein grünes Wunder, sondern ein kontrolliertes, nachvollziehbares Vorgehen: Umweltbelastungen erfassen, steuern und kontinuierlich verbessern. Grundlage dafür ist der PDCA-Zyklus – planen, umsetzen, überprüfen, nachjustieren. Immer wieder. Ein Dauerlauf, kein Sprint.
Auch bei Plankl weiss man, dass «Iso 14001» weder Öko-Siegel noch Imagepolitur ist, sondern ein Werkzeug. Richtig eingesetzt, schafft es Struktur, Transparenz und oft auch Effizienzgewinne. Falsch eingesetzt, bleibt es ein weiterer Ordner im Regal. «Wir werden unsere Arbeit laufend verbessern – nicht nur in Bezug auf Qualität, sondern auch im Umgang mit den Ressourcen», sagt Peter Hümbeli dazu. In Wittenbach klingt das weniger nach Ankündigung als nach einem nüchternen Versprechen – und genau das macht es glaubwürdig.