Carwing-Redaktion (Text)
Manchmal lässt sich Fortschritt in Kilogramm messen. Die Dünnschicht-Grundierung StarBloc von Surventis spart nach Unternehmensangaben rund ein Kilogramm Material pro Fahrzeug. Seit 2021 kam sie bei mehr als 1,1 Millionen Fahrzeugen zum Einsatz. Da summiert sich auch eine vergleichsweise kleine Einsparung.
Dieses und weitere Beispiele finden sich im ersten Nachhaltigkeitsbericht, den Surventis im Oktober 2026 veröffentlicht hat. Er behandelt das Geschäftsjahr 2025, als das inzwischen eigenständige Unternehmen noch zur BASF gehörte. Gleichzeitig bestätigt Surventis seine Ziele bis 2030: mehr Klimaschutz, ein sparsamerer Umgang mit Ressourcen sowie sichere und nachhaltige Produkte.
Bei den Treibhausgasemissionen aus dem eigenen Betrieb und der eingekauften Energie meldet Surventis seit 2018 einen Rückgang um 45 Prozent. Bis 2030 sollen es 50 Prozent sein. Mehr als 70 Prozent des weltweit eingesetzten Stroms stammen bereits aus erneuerbaren Quellen; dieser Anteil soll auf über 90 Prozent steigen.
Auch bei Material und Energie geht es voran. Der spezifische CO₂-Fussabdruck der eingekauften Rohstoffe sank laut Bericht um 15 Prozent, angestrebt werden 20 Prozent bis 2030. Die Energieintensität im Betrieb ging um 26 Prozent zurück. Hier liegt das Reduktionsziel bei 30 Prozent.
Unternehmenschef Jens Luehring verbindet diese Entwicklung mit der mehr als 130-jährigen Geschichte der Beschichtungen und Oberflächenlösungen von Surventis. Die Eigenständigkeit soll helfen, die Ziele schneller und verbindlicher umzusetzen. «Für uns gehen Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand», sagt er.
Entsprechend wichtig ist das Angebot für die Kunden. Im bewerteten Produktportfolio entfielen 2025 insgesamt 32 Prozent des Umsatzes auf Lösungen, die nach Unternehmensangaben messbar zur Nachhaltigkeit beitragen. Bis 2030 sollen es mehr als 35 Prozent sein. Bereits erhältlich sind über 200 Produkte nach dem Massenbilanz-Verfahren.
Digitale Werkzeuge und Analysen über den gesamten Lebenszyklus sollen Kunden zudem zeigen, wo sich Material, Energie und Emissionen einsparen lassen. Gleichzeitig nimmt Surventis seine Lieferkette unter die Lupe: Bis 2030 sollen mehr als 90 Prozent der Lieferanten mit hohem Risiko nach Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien bewertet und überprüft sein.
Der Bericht folgt einem freiwilligen europäischen Standard für Nachhaltigkeitsberichte. Seine Grundlage ist eine Analyse, die zwei Blickrichtungen verbindet: Welche Folgen hat die Geschäftstätigkeit für Umwelt und Gesellschaft? Und wie beeinflussen Nachhaltigkeitsthemen das Unternehmen selbst?
Für Markus Piepenbrink, den weltweiten Leiter für Nachhaltigkeit bei Surventis, gehört dieser Ansatz zur Wachstumsstrategie. Gemeinsam mit den Kunden sollen Lösungen entstehen, deren Nutzen sich ökologisch und wirtschaftlich messen lässt. Die Grundierung StarBloc zeigt, wie konkret das aussehen kann: weniger Material, Fahrzeug für Fahrzeug.