Von Heinz Schneider (Text)
Wer Felgen nur als notwendiges Rund betrachtet, hat vermutlich noch nie gesehen, was passiert, wenn für einmal der Trottoir-Rand etwas nähergekommen ist als geplant. Oder Schlaglöcher und Bremsstaub ihren ganz eigenen Feldzug gegen Alu und Lack führen.
Genau hier setzt «Felgen Gorilla» an – und zwar nicht mit halben Sachen. Das Unternehmen, eine Tochtergesellschaft der «Greco Carrosserie & Autospritzwerk AG» in Sirnach (TG) und der «Plankl AG» in Wittenbach (SG), hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen damit gemacht, das Thema Felgen nicht bloss als Reparaturarbeit zu verstehen, sondern als Disziplin mit Anspruch, Präzision und einem klaren Hang zur Perfektion. Felgen instand setzen können andere zwar auch. Doch ein Rundumangebot auf hohem Niveau, das Technik, Optik und Service sauber zusammenbindet, ist noch immer eher die Ausnahme als die Regel.
Gerade in einem Bereich, in dem viele Anbieter vom schnellen Kosmetikprogramm sprechen, setzt «Felgen Gorilla» auf gründliche Arbeit. Neu bieten die Ostschweizer Profis in Kombination mit einer Reparatur auch eine Versiegelung an. Konkret bedeutet das: Nach der Instandsetzung kann jedes Rad auf Wunsch mit einer hochwertigen Keramikbeschichtung versehen werden. Das klingt zunächst nach Detail für Feinschmecker der Fahrzeugpflege, ist im Alltag aber erstaunlich handfest. Schmutz haftet deutlich weniger, Bremsstaub kann sich nicht mehr so hartnäckig einbrennen, die Oberfläche bleibt länger glänzend und der Lack wird geschützt, weil die Poren der Oberfläche versiegelt werden. Anders gesagt: Die Felge sieht länger gut aus und verlangt ihrem Besitzer weniger Geduld beim Putzen ab – was, Hand aufs Herz, im echten Leben oft mehr zählt als jede Hochglanzbroschüre.
Das Ergebnis sind pflegeleichte, langlebige und optisch überzeugende Räder, die nicht schon nach wenigen Wochen wieder nach Alltag aussehen. Der Preis für die Keramikversiegelung liegt bei 80 Franken pro Felge – ein Betrag, der angesichts von Wirkung und Werterhalt ziemlich vernünftig wirkt. Zumal man heute für deutlich weniger sinnvolle Dinge schon mehr Geld ausgegeben hat.
Auch beim Servicegedanken will man bei «Felgen Gorilla» nicht bloss mitlaufen. Neu können Kundinnen und Kunden nach Terminabsprache sogar auf ihre Räder warten. Während die «Felgendoktoren» unten Hand anlegen, geht es oben in die Lounge, wo ein guter Kaffee die Wartezeit angenehm verkürzt. Das ist kein revolutionärer Luxus, aber genau jene kleine, sympathische Geste, die im Werkstattalltag oft den Unterschied macht. Denn wer sein Auto oder seine Räder abgibt, möchte nicht das Gefühl haben, bloss eine Positionsnummer auf dem Auftrag zu sein.
Besonders gefragt ist inzwischen die Dienstleistung «Felgen richten». Das ist jene Arbeit, die meist dann nötig wird, wenn ein Rad nicht mehr ganz so rund läuft, wie es die Physik ursprünglich vorgesehen hat. Ob Höhenschlag, Seitenschlag oder Deformierung: Bei «Felgen Gorilla» werden beschädigte Räder mit einem digitalen Messsystem exakt vermessen und anschliessend fachgerecht gerichtet. Das ist keine Spielerei für Perfektionisten, sondern oft eine technisch sinnvolle und wirtschaftlich interessante Lösung. Denn nicht jede beschädigte Felge muss ersetzt werden, wenn sie sich professionell instand setzen lässt. Je nach Aufwand kostet das Richten rund 200 bis 250 Franken pro Rad.
So positioniert sich «Felgen Gorilla» als Spezialist für alle, die bei Rädern nicht nur an Funktion, sondern auch an Werterhalt und Auftritt denken. Oder weniger vornehm formuliert: Hier geht es nicht bloss darum, Kratzer zu verstecken, sondern darum, beschädigten Felgen wieder Würde, Rundlauf und Glanz zurückzugeben. Und das ist in einer Zeit, in der viele Dienstleistungen austauschbar wirken, durchaus eine runde Sache.