Vor der 83. ordentlichen Generalversammlung von «Carrosserie Suisse Zentralschweiz» stand in diesem Jahr zunächst ein Blick auf eines der grössten Infrastrukturprojekte des Landes auf dem Programm. In Göschenen erhielten die Sektionsmitglieder und Gäste die Gelegenheit, den Stand der Arbeiten an der zweiten Gotthardröhre aus nächster Nähe zu verfolgen. Auf der Nordseite sind mittlerweile 2,5 Kilometer Tunnel realisiert, der Bau schreitet damit planmässig voran.

Nach der Besichtigung des Infozentrums und einem kurzen Apéro in der Aula «elf elf» widmeten sich die Teilnehmenden dem eigentlichen Anlass des Tages: der Generalversammlung. Dabei standen neben den statutarischen Geschäften insbesondere Ausbildung, Nachwuchsförderung und die künftige Sichtbarkeit der Branche im Zentrum.

Chefexperte Alfred Gabriel zog eine positive Bilanz zum ersten Qualifikationsverfahren im Beruf Carrosseriereparateur/-in EFZ, der seit 2022 erlernt werden kann. Aus Sicht der Organisatoren verlief das Verfahren reibungslos. Sämtliche Lernenden haben die Prüfung bestanden, was als ermutigendes Signal für das noch junge Berufsbild gewertet werden darf.

Einen besonderen Moment bildete die Ehrung der besten Teilnehmenden des Projektwettbewerbs, den die Sektion jeweils im Ausbildungszentrum in Ebikon für Lernende im dritten Lehrjahr durchführt. Die Wanderpokale gingen an die Carrosserielackiererin Céline Wicki, den Carrosseriespengler Tim Sprenger und den Fahrzeugschlosser Raphael Achermann.

Einen Ausblick auf kommende Aktivitäten gab Isabel Suter, Leiterin Marketing & Kommunikation der Geschäftsstelle in Zofingen. Sie stellte das derzeit in Produktion befindliche Carrosserie-Mobil vor. Der begehbare Anhänger soll unter anderem an Berufsmessen eingesetzt werden, um Schulabgängerinnen und Schulabgänger für die Carrosserie- und Fahrzeugbauberufe zu gewinnen. In einer ersten Phase wird das Mobil den Sektionen zur Verfügung stehen, später auch den Mitgliederbetrieben. Damit setzt die Sektion ein weiteres Zeichen für die Nachwuchsförderung in einer Branche, die auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen bleibt.