Carwing-Redaktion (Text)

Europas Lackhändler füllen ihre Lager vorsichtiger. Das spürt Axalta: Der weltweite Reparaturlackumsatz sank im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf 504 Millionen US-Dollar. Hauptgrund waren geringere Absatzmengen in Europa, teilte der Konzern am 29. Oktober mit.

Konzernchef Chris Villavarayan erklärte im Analystengespräch, unabhängige Vertriebspartner hätten Ende August und im September die übliche Lagerauffüllung für das vierte Quartal gebremst. Als Gründe nannte er wirtschaftliche und politische Unsicherheit. Wie viel des Mengenrückgangs auf das Bestellverhalten und wie viel auf einen geringeren Verbrauch in den Werkstätten entfällt, wurde nicht beziffert.

Gleichzeitig bezifferte Villavarayan den reinen Preiseffekt im weltweiten Reparaturlackgeschäft mit plus 4,8 Prozent. Die Angabe ist keine separate Preisstatistik für Europa oder die Schweiz.

Die schwächeren Mengen belasten auch die Profitabilität. Im Bereich Performance Coatings, der Reparatur- und Industrielacke umfasst, sank das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 211 auf 188 Millionen US-Dollar. Die entsprechende Marge ging von 25,5 auf 23 Prozent zurück. Zusätzlich belasteten höhere Rohstoff- und Frachtkosten.

Der Gesamtumsatz von Axalta stieg dagegen um rund zwei Prozent auf 1,311 Milliarden US-Dollar. Für das vierte Quartal erwartet die Führung im europäischen Reparaturlackgeschäft ungefähr einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Die Bestellzurückhaltung ist damit ein Warnsignal aus dem Vertrieb. Wie viel weniger tatsächlich lackiert wird, bleibt offen.