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    AkzoNobel bestätigt Verkaufsplan: Käufersuche für Reparaturlackgeschäft läuft

Carwing-Redaktion (Text)

Aus dem möglichen Zugeständnis wird ein konkreter Verkaufsplan. AkzoNobel-Chef Greg Poux-Guillaume hat am 21. Oktober bestätigt, dass der Konzern sein europäisches Fahrzeugreparaturlackgeschäft abgeben will, um die Fusion mit Axalta voranzubringen. Damit liegt erstmals eine ausdrückliche Unternehmensbestätigung vor. Die endgültigen behördlichen Freigaben stehen weiterhin aus.

Bereits am 9. Oktober hatte Carwing unter dem Titel «Fusion Axalta & Akzo Nobel: Muss Sikkens über die Klinge springen?» über die mögliche Abspaltung berichtet. Grundlage waren damals Informationen aus einem Reuters-Quellenbericht. Welche Unternehmensteile tatsächlich betroffen wären und ob AkzoNobel den Verkauf bestätigen würde, war noch offen. Inzwischen benennt der Konzern ausdrücklich sein europäisches Reparaturlackgeschäft.

Auch die Käufersuche nimmt Gestalt an. Laut Poux-Guillaume hat AkzoNobel begonnen, mögliche Interessenten anzusprechen. Das Verfahren befinde sich allerdings erst in einer frühen Phase. Ein Käufer, ein Kaufpreis oder eine unterzeichnete Verkaufsvereinbarung wurden bislang nicht bekanntgegeben. Selbst die Ausgestaltung des Pakets bleibt offen: Auf die Frage nach Produktionsanlagen oder einer Lösung über Lizenzen und Technologietransfer verwies der Konzernchef auf unterschiedliche Möglichkeiten je nach Käufer.

Parallel plant Axalta, sein nordamerikanisches Holzbeschichtungsgeschäft abzugeben. Nach Darstellung von Poux-Guillaume sind dies die einzigen Abspaltungen, welche die Behörden bislang weltweit verlangt haben. Beide Geschäftsbereiche zusammen stehen für etwas weniger als 500 Millionen Euro Umsatz. Diese Zahl bezeichnet weder den Kaufpreis noch allein das europäische AkzoNobel-Geschäft. Der Abschluss der Fusion wird weiterhin für Anfang 2027 angestrebt.

Für Carrosserie- und Lackierbetriebe bleibt damit die entscheidende Frage aus unserem ersten Bericht bestehen: Was wechselt tatsächlich den Besitzer? Die geprüften Unterlagen klären bisher weder den Umfang der Markenrechte an Sikkens und Lesonal noch die Einbeziehung der Schweizer Vertriebsstrukturen, Farbtondaten und bestehenden Lieferverträge. Der Verkaufsplan ist konkreter geworden. Seine Folgen für die Betriebe hängen am Inhalt des Pakets – und daran, wer es übernimmt.