Carwing-Redaktion (Text)

Auto-Schweiz vertritt neu auch XPeng, Chery, iCAUR und Geely. Hinter den vier chinesischen Marken stehen drei Importorganisationen: Hedin, Luxi Motors und die Emil Frey Gruppe. Der Weg in den Schweizer Markt führt über Importgesellschaften und lokale Garagen.

Die Erweiterung wurde an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 29. Oktober in Schinznach-Bad beschlossen. Nach eigenen Angaben zählt Auto-Schweiz damit 41 Mitglieder, die insgesamt 63 Fahrzeugmarken vertreten. Die Zahl der Marken ist dabei nicht mit der Zahl unabhängiger Hersteller oder Importkonzerne gleichzusetzen.

Bei XPeng ist die Hedin Distribution AG in Samstagern für den Schweizer Import zuständig. Sie gehört zur schwedischen Hedin Mobility Group. Das Schweizer Geschäft führt Diego Battiston. Am 14. Oktober meldete die Marke ein auf 17 Standorte gewachsenes Partnernetz.

Chery und iCAUR kommen über die Luxi Motors AG. Das Unternehmen ist die Schweizer Tochter der Samelet-Gruppe mit Hauptsitz in Israel und wird von Dimitris Chanazoglou geführt. Für Chery meldete Luxi im Oktober zehn Standorte: neun Händlerstandorte und einen Showroom in Zürich. Zu den Partnern gehören Betriebe der Garage Galliker sowie Auto Zentrum West. Längerfristig sind rund 45 Standorte geplant.

iCAUR gehört ebenfalls zur Chery-Gruppe. Die ersten Schweizer Auslieferungen des SUV-Modells V27 sind für Anfang 2027 vorgesehen, der V25 soll im Jahresverlauf folgen. Im Verband ist die Marke damit bereits vertreten, bevor die ersten angekündigten Kundenfahrzeuge ausgeliefert werden.

Hinter Geely steht die Emil Frey Gruppe. Den offiziellen Import und Vertrieb übernimmt deren Tochtergesellschaft GZ Automobile AG in Safenwil. Geely meldete seinen Schweizer Marktstart am 16. September mit zwölf Händlerstandorten. Zum Auftakt gehören der elektrische E5 und der Plug-in-Hybrid Starray EM-i zum Angebot.

Für den Schweizer Handel zeigt sich damit ein konkretes Muster: Die neuen Marken suchen den Zugang über Importpartner und Händlernetze. Für Garagen entstehen zusätzliche Markenangebote und Serviceaufgaben. Wie erfolgreich diese Netze werden, entscheidet sich allerdings an den verkauften Fahrzeugen, nicht an der Zahl der Logos im Verbandsverzeichnis.

Politisch verbindet Auto-Schweiz die Erweiterung mit deutlichen Forderungen an den Bundesrat. Der Verband verlangt eine Aussetzung der Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel, Erleichterungen bei den Schweizer CO₂-Vorschriften und mehr Strassenausbau im Infrastrukturprogramm Verkehr ’45. Welche einzelnen CO₂-Bestimmungen gelockert werden sollen, schlüsselt die Mitteilung nicht auf.

Ob die neuen Marken die politische Ausrichtung des Verbands verändern, ist damit nicht belegt. Fest steht: Auch diese vier Marken sind nun in die gemeinsame Interessenvertretung von Auto-Schweiz eingebunden.

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