Carwing-Redaktion (Text)
Schweizer Autofahrer müssen 2027 mit weiteren Prämienaufschlägen rechnen. Laut einer Befragung des Vergleichsdienstes Comparis planen einzelne Versicherer bereits Erhöhungen für bestimmte Bestandskunden. Wie stark die Aufschläge ausfallen und wie viele Versicherte betroffen sind, geht aus der veröffentlichten Mitteilung nicht hervor.
Die Versicherer begründen den Druck mit teureren Ersatzteilen und steigenden Reparaturkosten. Zugleich macht die Fahrzeugtechnik die Arbeit aufwendiger: Kameras, Sensoren und Assistenzsysteme können selbst kleine Schäden kostspielig machen. Beim Austausch einer Frontscheibe kommt häufig die Kalibrierung der Systeme hinzu. Auch Hagelschäden belasten die Versicherer; die Vaudoise verweist auf die Ereignisse Ende August 2026.
Wie stark die Kosten steigen können, zeigt die AXA: Ein Kollisionsschaden kostete sie 2025 durchschnittlich 3 450 Franken, 24 Prozent mehr als 2019. Die Schadenhäufigkeit im eigenen Bestand blieb dagegen konstant.
Eine allgemeine Erhöhung für sämtliche Verträge ist damit noch nicht angekündigt. Die Mobiliar will unveränderte bestehende Verträge von generellen Aufschlägen ausnehmen. Helvetia, Smile, Generali, Vaudoise und TCS nennen noch keine konkreten Anpassungen für 2027. AXA und Allianz äussern sich unter Verweis auf wettbewerbsrechtliche Gründe nicht zur künftigen Prämienentwicklung.
Comparis befragte im Oktober elf Anbieter; sechs beantworteten alle Fragen. Welche Versicherer bereits konkrete Aufschläge planen, bleibt in der Mitteilung offen.