Es gibt Sonntage, an denen der Klang der Stadt ein wenig weicher wird, das Tempo sinkt und irgendwo zwischen Kopfsteinpflaster und Chrom-Stossstange ein kleines Zeitfenster aufgeht. Genauso fühlte sich der Neustart vom «Oldtimer Sunday Morning Treffen» (OSMT) in Zug 2025 an – und genau dort knüpft die Geschichte nun an.

Viermal Sonne, viermal volle Stierenstallungen. Wer im vergangenen Jahr durch die historischen Hallen geschlendert ist, weiss: Das Zusammenspiel aus ehrwürdiger Architektur und ehrwürdigen Fahrzeugen wirkt nicht konstruiert, sondern organisch. Als hätten die alten Mauern nur darauf gewartet, wieder von mechanischen Geschichten gefüllt zu werden.

Dazu eine Atmosphäre, die mehr ist als ein klassisches Oldtimer-Treffen. Keine hektische Messe, kein Schaulaufen mit Ellenbogen. Stattdessen entspanntes Ankommen, freundliche Gesichter – und mittendrin Elio Crestani, der mit Charme, Fachkenntnis und spürbarer Begeisterung jedes Fahrzeug kurz vorstellt. Nicht als Auktionator, nicht als Animateur, sondern als kundiger Gastgeber. Einer, der weiss, dass jedes Auto eine Geschichte hat – und dass man sie am besten mit einem Lächeln erzählt.

2026 geht das «OSMT» nun in die nächste Runde. Nicht grösser, nicht lauter. Sondern konsequent in der gleichen Tonart – nur mit einem Termin mehr. Fünf Sonntage also, an denen sich Zug morgens ein wenig in ein rollendes Museum verwandelt.

Der Auftakt erfolgt am 17. Mai 2026. Es folgen der 7. Juni, 5. Juli, 9. August und 13. September. Jeweils von 09:00 bis 14:00 Uhr. Früh genug für die Frühaufsteher, entspannt genug für die Geniesser.

Zugelassen sind Oldtimer bis Jahrgang 1996, also Fahrzeuge mit mindestens drei Jahrzehnten Lebenserfahrung. Töff sind willkommen – und kostenlos. Markenclubs können sich anmelden. Der Beitrag pro Fahrzeug beträgt zehn Franken.

Man kommt wegen der Autos. Man bleibt wegen der Stimmung. Und man fährt nach Hause mit dem Gefühl, Teil von etwas Ehrlichem gewesen zu sein. Oder anders gesagt: Wer 2026 an einem dieser fünf Sonntage nichts vorhat, hat eigentlich schon etwas vor. 

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