Carwing-Redaktion (Text)

Dieser Ferrari ist ab Werk ein Unikat. Seine heutige Lackschicht ist es nicht. RM Sotheby’s bietet einen Ferrari Enzo von 2004 an, der als einziger seiner Art in Matt Nero Opaco ausgeliefert worden sein soll. Bestellt habe ihn ein Mitglied der königlichen Familie von Brunei; neu ging der Wagen nach London. Eine konkrete Person nennt der Katalog nicht.

Auf dem Tacho stehen 5763 Kilometer. Ferrari Classiche zertifizierte den Enzo 2022. Laut Auktionshaus sind Chassis, Motor, Getriebe und Carrosserie original; die Nummern von Chassis und Motor sind im Katalog aufgeführt.

Doch bei der Lackierung lohnt der genauere Blick: 2022 liess der Wagen bei Carrozzeria Zanasi kosmetische Arbeiten erledigen. Dazu gehörte eine vollständige Neulackierung im ursprünglichen Farbton Nero Opaco. Die Rechnungen beliefen sich auf mehr als 110’000 Euro. Die Farbe ist also die originale Werksfarbe – die Lackschicht stammt jedoch nicht mehr aus der Fabrik. Bei einem Sammlerauto ist das mehr als eine Fussnote.

Geboten wird im verdeckten «Sealed»-Format: Andere Teilnehmer sehen weder das Höchstgebot noch die Gebote der Konkurrenz. Die Auktion läuft seit dem 23. September und schliesst am 30. September um 14 Uhr US-Ostküstenzeit, also um 20 Uhr Schweizer Zeit. Eine Schätzung ist nur auf Anfrage erhältlich; ein allfälliger Mindestpreis bleibt vertraulich. Käuferaufgeld erhebt RM Sotheby’s nicht.