Carwing-Redaktion (Text)
«Scheunenfund» klingt gut. Ganz genau passt das Etikett hier aber nicht. Die Autos standen auf einem Anwesen in Cassis, fast drei Jahrzehnte lang vor Blicken verborgen. Nun bringt eine Erbschaft rund 40 Fahrzeuge ans Licht. Maison Pline soll die Sammlung versteigern.
Den Anfang machte offenbar ein Hotchkiss 864 S49 Artois von 1950. Der Sammler hatte ihn neu gekauft. Später kamen weitere Hotchkiss dazu: eine 2050 Anjou, eine 680 Berline und sogar ein Lastwagen des Typs DH50.
Auch Peugeot ist stark vertreten. In der Sammlung stehen zwei 202 Berline Luxe von 1939, eine 302 Berline Luxe und mehrere 402-Varianten. Darunter eine 402 B Légère, die heute besonders gesucht ist. Dazu kommen unter anderem eine Peugeot 203 und eine Citroën Traction 15 Six von 1952.
Zwei Konstruktionen stechen heraus: die seltene Hotchkiss-Grégoire und ein zweitüriges Panhard Dyna X86 Cabriolet. Laut Fachbericht soll die Panhard noch ihre ursprüngliche Zulassung besitzen. Ein reizvolles Detail. Vor dem Gebot gehört es trotzdem mit den Fahrzeugpapieren abgeglichen.
Die Sammlung endet nicht in den 1950er-Jahren. Eine Peugeot 403 von 1959 und eine 204 von 1976 sollen aus erster Hand stammen. Auch eine Ami 6 Break Service, Motorräder, Traktoren und Ersatzteile gehören zum Bestand. Einige Fahrzeuge standen laut Bericht seit Jahren still. «Scheunenfund» mag romantisch klingen. Ob ein Motor dreht, eine Carrosserie original und ein Auto vollständig ist, entscheidet sich aber erst am einzelnen Los.
Ein detaillierter Katalog mit Schätzpreisen und Zustandsberichten ist auf der Verkaufsseite derzeit noch nicht zu sehen. Für Interessenten bleibt deshalb vorerst die wichtigste Arbeit: Nummern, Papiere, Lagerzustand und Vollständigkeit prüfen.