Fast wie bei den Grammys – nur dass hier nicht Stimmen, sondern Ventile glänzen: Die «YOUNGSTAR Awards 2026» holen die Youngtimer-Epoche auf die Bühne und machen daraus am 6. Juni 2026 einen ganzen Tag Event. Auf dem Gelände der Arthaios AG in Dänikon trifft Nostalgie auf Fachwissen, Benzingespräche auf Juryblick – und das in einer Kulisse, die den Autos nicht die Show stiehlt, sondern sie erst richtig wirken lässt.
Das Prinzip ist bewusst offen gehalten: marken- und modellunabhängig, egal ob europäischer Klassiker, asiatischer Geheimtipp oder amerikanischer Chromtraum. Gleichzeitig ist der Rahmen klar abgesteckt – und genau das macht den Reiz aus. Für einen Tag wird das Areal rund um die grosse Halle zum Treffpunkt für eine Szene, die lieber Details diskutiert als PS-Zahlen, und für die Patina, Pflege und persönliche Geschichte nicht in Konkurrenz stehen müssen.
Mitmachen dürfen ausschliesslich Personenwagen, die dem typischen Erscheinungsbild eines Youngtimers entsprechen – Baujahre 1975 bis 2006. Limousinen, Coupés, Roadster: alles möglich, solange es in diese Zeit passt und den Geist dieser Ära trägt. Fahrzeuge mit Veteranenstatus oder deutlich ältere Klassiker sind ausgeschlossen, ebenso Autos, die zwar alt sind, aber nicht nach Youngtimer aussehen oder nicht zum Charakter des Events passen – das Organisationskomitee behält sich Ablehnungen ausdrücklich vor. Und ganz wichtig: Zugelassen sind nur Fahrzeuge, die im Strassenverkehr legal unterwegs sein dürfen.
Bewertet wird in zwei Kategorien, die unterschiedliche Stärken sichtbar machen. In Kategorie A «Persönliche Geschichte & Stil» geht es weniger um Spaltmasse als um Seele: die emotionale Bindung zwischen Besitzer und Fahrzeug, die Originalität der Historie, die Qualität von Text und Fotos sowie die Art, wie das Ganze präsentiert wird. Diese Beurteilung passiert bereits im Vorfeld anhand der eingereichten Unterlagen – wer hier punktet, überzeugt mit Authentizität und einer Geschichte, die hängen bleibt.
Kategorie B ist die klassische Disziplin: Hier nimmt eine Fachjury die Fahrzeuge vor Ort unter die Lupe und konzentriert sich auf Zustand, Originaltreue und den sichtbaren Pflegeaufwand. Bewertet werden Erhaltungs- und Restaurationszustand, Originalität beziehungsweise stilgerechte Umbauten, dazu die Präsentation am Event selbst. Kurz: Was ist echt, was ist gut gemacht – und was wurde einfach nur teuer?
Nach der Jurybewertung geht es für die besten zehn Fahrzeuge in die nächste Runde – und dann kommt die Zuschauerschaft ins Spiel. Bis zum 4. Oktober 2026 können Besitzer im Freundes-, Familien- oder Bekanntenkreis Stimmen sammeln und ihre Fans online über www.youngstar-awards.ch abstimmen lassen. Dieses Voting zählt am Ende 40 Prozent der Gesamtwertung – genug, um mit Rückenwind nach vorne zu kommen, aber nicht so viel, dass reine Popularität alles überrollt.
Der Ausblick ist bereits gesetzt: Momentan noch in Planung soll das Finale am 7. November 2026 im Rahmen der Auto Zürich stattfinden. Dort werden in beiden Kategorien jeweils die besten Drei prämiert, die Titelträger sollen zum «YOUNGSTAR 2026» gekürt werden – inklusive attraktiver Preise für die Gewinner. Wer also nicht nur dabei sein, sondern auch aufs Podest will, braucht neben einem guten Auto vor allem eines: ein stimmiges Gesamtpaket.
Wer teilnehmen möchte, sollte sich sputen – denn es gilt «First come, first serve» und die Zahl der Startplätze ist auf 50 Fahrzeuge limitiert. Anmeldeschluss ist der 31. März 2026, die Teilnahmegebühr für die Wettbewerbe in Kategorie A und/oder B beträgt 25 Franken pro Fahrzeug. Anmeldung und später auch das Zuschauervoting laufen ausschliesslich online über www.youngstar-awards.ch oder via QR-Code aus den Inseraten. Und dann bleibt nur noch die Frage, die jede gute Youngtimer-Saison begleitet: Ist es nur ein Auto – oder längst eine Geschichte auf Rädern?