Der Frühling ist die Jahreszeit, in der selbst ein Stadtauto plötzlich so tun darf, als hätte es Ferien am Meer. Genau dieses Gefühl versucht Fiat beim Topolino jetzt sichtbar zu machen – mit einer neuen, kräftigen Lackierung namens Corallo, die den elektrischen Zweisitzer noch einen Tick lebhafter wirken lässt. Neben dem weiterhin erhältlichen Verde Vita bringt die neue Farbe frischen Schwung in ein Fahrzeug, das ohnehin auf gute Laune im Kleinformat setzt. Bestellbar ist der Topolino in Corallo ab 9990 Franken.

Dabei bleibt es nicht bei Kosmetik. Im Innenraum hat Fiat die Anzeige hinter dem Lenkrad aufgeräumt und vergrössert: Das volldigitale Kombiinstrument wächst auf 5,7 Zoll, also 14,5 Zentimeter Bildschirmdiagonale – rund 60 Prozent mehr Fläche als bisher. Neue Grafiken, bessere Lesbarkeit, eine hellere, freundlichere Optik: Das klingt nach Details, ist im Alltag aber genau das, was entscheidet, ob man kurz hinblickt oder genervt starrt. Gerade in einem Fahrzeug, das für kurze Wege und häufige Stops gedacht ist, zählt jede Sekunde Bedienlogik.

Konzeptionell bleibt der Topolino das, was er sein will: ein ultrakompakter Stadtbegleiter für Ballungsräume, elektrisch, einfach, handlich. Mit 2,55 Metern Länge passt er dahin, wo andere schon beim Einparken aus Prinzip diskutieren. Der kleine Wendekreis und das Automatikgetriebe nehmen dem Stop-and-go den Stress, der Zweisitzer fühlt sich im Stadtverkehr entsprechend leichtfüssig an – eher wie ein Mobilitäts-Gadget als wie ein klassisches Auto.

Der Antrieb ist bewusst bescheiden dimensioniert, weil hier nicht der Autobahn-Mythos bedient werden muss. Der Elektromotor leistet 6 kW, was 8,2 PS entspricht. Die Reichweite liegt bei rund 75 Kilometern, gespeist von einer 7-kWh-Batterie. Geladen wird pragmatisch: an der herkömmlichen Haushaltssteckdose mit 220 Volt ist der Akku in rund vier Stunden wieder voll. Mehr Alltag als Abenteuer – und genau das ist die Zielsetzung.

Offenbar trifft Fiat damit einen Nerv, vor allem bei einem jungen Publikum. 2025 war der Topolino laut Angaben mit 20 Prozent Marktanteil das meistverkaufte Modell seines Segments in Europa. Dass Fiat dabei auf den Namen «Topolino» setzt, ist kein Zufall, sondern ein bewusstes Zitat aus der eigenen Historie: Zwischen 1936 und 1955 trug ein Fiat-Modell diese Bezeichnung, und der erste Fiat 500 wurde in Italien als erschwinglicher Bestseller liebevoll «Topolino» – Maus – genannt. Klein, wendig, sympathisch: Das Bild ist alt, die Idee erstaunlich aktuell.

In der Schweiz kommt ein weiterer praktischer Punkt dazu. Durch die Einstufung als vierrädriges Leichtkraftfahrzeug (L6e) darf der Topolino hier von allen ab 15 Jahren gefahren werden. Fiat positioniert ihn zudem als sicherere Alternative zu Fahrrad oder Motorrad – nicht als Ersatz für den klassischen Kleinwagen, sondern als eigene Kategorie für kurze Strecken, urbane Erledigungen und das tägliche Hin und Her, das sonst oft mit unnötig grossen Fahrzeugen erledigt wird.

Unterm Strich macht Fiat beim Topolino genau das, was in diesem Segment Sinn ergibt: ein bisschen mehr Farbe für das Bauchgefühl, ein besseres Display für den Kopf – und sonst möglichst wenig Komplexität. Man könnte es auch so sagen: Der Topolino will nicht alles können. Er will im Alltag einfach nicht im Weg stehen. Und manchmal ist das schon fast eine Luxusfunktion.