Von Dennis Schneider (Text)
Mit dem EV2 stösst Kia ins elektrische B-SUV-Segment vor und bringt seine EV-Idee ins bislang kompakteste Format. Das Modell wurde für Europa entwickelt, wird in der Slowakei gebaut und soll trotz handlicher Abmessungen als vollwertiger Alltagswagen taugen. Angeboten werden Batterien mit 42,2 oder 61,0 kWh; je nach Version sind bis zu 317 respektive 453 Kilometer Reichweite möglich.
Beim Laden setzt Kia auf eine 400-Volt-Architektur mit DC-Schnellladefunktion: Der Sprung von 10 auf 80 Prozent dauert unter optimalen Bedingungen rund 29 bis 30 Minuten. Dazu kommen AC-Ladeoptionen mit 11 und bis zu 22 kW. Im Innenraum zieht Technik ein, die man sonst eher aus grösseren und teureren Modellen kennt. Das sogenannte Triple-Screen-Cockpit ist dabei nichts anderes als eine dreiteilige Bildschirmlandschaft mit digitalem Kombiinstrument, zentralem Touchscreen und separater Anzeige für die Klimabedienung. Die Over-the-Air-Updates wiederum erlauben es, Software-Aktualisierungen drahtlos aufs Fahrzeug zu spielen, also ohne Werkstattbesuch und ohne Kabelsalat.
Auch beim Nutzwert will Kia nicht klein denken. Verschiebbare Rücksitze, grosszügige Platzverhältnisse und ein Kofferraumvolumen von über 400 Litern sollen den kleinen Stromer im Alltag aufwerten. Hinzu kommen ein auf europäische Strassen abgestimmtes Fahrwerk, ein gezielt verfeinerter Geräuschkomfort und neue Sicherheitsfunktionen wie die In-Cabin Monitoring Unit. Dahinter steckt ein System zur Innenraumüberwachung, das die Aufmerksamkeit des Fahrers sowie die Position der Insassen erfasst, um Sicherheitsfunktionen zu unterstützen und im Ernstfall das Verletzungsrisiko zu senken. So positioniert Kia den EV2 als kompakten Elektro-SUV, der in der Stadt funktioniert, auf längeren Strecken nicht überfordert wirkt und technisch deutlich mehr bietet, als das Format zunächst vermuten lässt.