• Homeslider Bild: https://www.carwing.ch/images/home/slider/01_Epiq_h.jpg
  • Zusätzliche Kategorien: Homeslider
  • Homeslider Text:

    Puck, Publikum, Premiere: Skodas neuer Stromer spielt gross auf

Von Heinz Schneider (Text)

Wie und wo präsentiert man ein neues Auto so, dass die halbe Welt darüber spricht, die andere Hälfte die Fotos betrachtet und am Ende sogar Eishockeyfans plötzlich über Reichweite und Ladezeiten diskutieren? Skoda hat darauf eine ziemlich clevere Antwort gefunden: Mitten im Trubel der aktuell laufenden Eishockey-WM in Zürich und Fribourg. Seit 1993 sind die Tschechen Hauptsponsor des Turniers und investieren dafür ein Paket in Millionenhöhe. Zwischen Puck, Powerplay und patriotischen Fangesängen wurde der neue Skoda Epiq nicht einfach vorgestellt, sondern regelrecht inszeniert. Und wenn der Anlass am Vorabend mit dem Besuch des Spiels Schweiz gegen Deutschland beginnt, dann fühlt sich die Weltpremiere eher wie ein Champions-League-Finale der Automobilbranche an als wie eine gewöhnliche Pressekonferenz mit Kaffee und Gipfeli.

Die internationale Presse liess sich dieses Weltpremieren-Spektakel natürlich nicht entgehen. Journalisten aus mehr als 20 Ländern reisten nach Spreitenbach, darunter Vertreter aus Weissrussland, Estland, Slowenien, Indien, Spanien oder Vietnam. In der Umweltarena – eine moderne Ausstellungs- und Eventhalle mit Platz für rund 2500 Besucher – warteten Kameras, Notizblöcke und Smartphones auf den grossen Moment. Die riesige Bühne mit Zuschauertribüne erinnerte fast ein wenig an einen Konzertabend. Nur dass statt eines Rockstars ein kompaktes Elektro-SUV ins Rampenlicht rollte.

Das neue Modell heisst Epiq und wird für Skoda eine besonders wichtige Rolle spielen. Als elektrisches Einstiegsmodell soll es ab etwa September in der Schweiz erhältlich sein. Dabei setzt die tschechische VW-Tochter auf die bekannte Elektroplattform «MEB+», die bereits bei verschiedenen Fahrzeugen des VW-Konzerns zum Einsatz kommt. Der Epiq fährt allerdings ausschliesslich mit Frontantrieb – was Puristen und Oberländer vielleicht kurz die Stirn runzeln lässt.

Mit einer vollen Batterieladung soll er laut Skoda rund 430 Kilometer weit kommen. Das reicht locker für den täglichen Pendelverkehr, mehrere Einkaufsfahrten und wahrscheinlich auch für den obligatorischen Wochenendausflug, bei dem jemand garantiert sagt: «Wir hätten doch früher laden sollen.» Beim Schnellladen geht es immerhin zügig vorwärts: Von 10 auf 80 Prozent lädt der Epiq in rund 25 Minuten. Wer lieber gemütlicher mit Wechselstrom lädt, erhält serienmässig 11 kW Ladeleistung.

Angeboten wird der Epiq mit zwei Batteriegrössen und verschiedenen Leistungsstufen. Die Versionen «35» in den Ausstattungen Essence und Selection leisten 115 PS, die Varianten «40» bringen 135 PS auf die Strasse. Ganz oben steht der «55» mit 211 PS – also genug, um ganz vorne mitzufahren. Der Einstiegspreis soll bei 25 900 Franken liegen, was den Epiq zu einem spannenden neuen Stromer im kompakten SUV-Segment machen kann.

Kurz nach Markteinführung folgt zudem eine limitierte First Edition. Sie basiert auf der Ausstattungslinie Selection, bietet aber zusätzliche Ausstattungsdetails und wird mit dem stärksten Antrieb kombiniert. Dazu kommen spezielle Designmerkmale im Innen- und Aussenbereich.

Auch bei den Abmessungen zeigt sich der Epiq alltagstauglich. Er ist 4,17 Meter lang, 1,80 Meter breit und 1,58 Meter hoch (Radstand: 2,60 m). Besonders luftig wird es mit dem optionalen Panoramadach, das den Innenraum zusätzlich aufhellt. Eine elektrische Sonnenblende hilft, die Wärmeentwicklung angenehm zu halten.

Doch Skoda denkt bereits weiter. Ende 2026 soll mit dem Peaq ein weiteres Elektro-SUV folgen, das oberhalb von Enyaq und Elroq positioniert ist. Mit rund 4,9 Metern Länge, bis zu sieben Sitzplätzen, 600 Kilometer Reichweite und maximal 300 PS soll das neue Topmodell zeigen, dass die tschechische Marke in der Elektrowelt nicht nur mitspielen, sondern ordentlich Druck machen will. Die Basis dafür liefert die Studie «Vision 7S» – und wenn Skoda die Präsentation wieder ähnlich spektakulär aufzieht wie beim Epiq, dürfte auch dieses Modell kaum unbemerkt bleiben.

Neuste Artikel: Automobil