Carrosserie- und Fahrzeugbau

Im Rückspiegel: Die Geschichte eines Zürcher Einmannbetriebs

 

Die Carnazza AG in der Gemeinde Turbenthal im Bezirk Winterthur (ZH) – am 1. Mai 1978 als Einmannbetrieb von Salvatore Carnazza gegründet – ist auf ein Unternehmen mit acht Mitarbeitern herangewachsen. Klar, dass in dieser Zeit auch das Angebot vergrössert wurde – alles rund ums Automobil befindet sich heute unter einem Dach. Während zu Beginn in der Hauptsache Spenglerarbeiten zu den Dienstleistungen gehörten, verfügt der Betrieb seit rund 25 Jahren über eine eigene Lackiererei und bietet mechanisches Knowhow an. Eine weitere Veränderung erfolgte 2019: Damals übernahm Salvatore Carnazzas Sohn Sandro die Firmenleitung – direkt nach seinem Abschluss der höheren Fachprüfung als eidgenössisch diplomierter Carrosserie-Werkstattleiter.

 

«Es ist unabdingbar, dass sich das Team kontinuierlich weiterbildet», sagt Sandro Carnazza zu einer seiner Firmenphilosophien. Zudem setzt er sich – nebst der fachlichen Weiterbildung für die Mitarbeiter – für Nachwuchstalente ein und bildet jeweils einen Carrosseriespengler aus. Mit dem Anspruch, dass der Lernende aktiv im Betrieb eingebunden ist und als vollwertiges Teammitglied agiert. Eine weitere Herausforderung neben der Firmenübergabe, die noch im Gange ist, ortet Sandro Carnazza beim gesamten Umbruch hinsichtlich neuer Technologien oder den effizienteren Arbeitssystemen: «Das alles verspricht viel Potential, verlangt aber auch Weitsicht und Einsatz», sagt er.

 

Während Vater Salvatore für altbewährte Werte steht, setzt er sich voll dafür ein, mit der Zeit zu gehen und stets auf dem modernsten Stand der Technologie zu bleiben. «Zusammen eine Balance zu finden, gestaltet sich teils schwierig, jedoch ist der Meinungsaustausch untereinander sehr hilfreich, um den richtigen Weg für uns zu finden», räumt Carnazza Junior ein. Trotzdem: Stehenbleiben und nur auf Altbewährtes zu setzen, das ist für ihn keine Option.

 

Vor Kurzem hat die Firma beispielsweise ein Tool für die Auftragserfassung eingeführt und die Mitarbeiter mit neuen Arbeits-Mobiltelefonen ausgestattet. «Mein Ziel ist es, den grossen Mitbewerbern in der Branche technisch in nichts nachzustehen – und dennoch die Sympathie und Nähe des Familienbetriebs zu wahren», fasst der Firmenchef seine Pläne zusammen.

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