Wer heute eine Carrosserie führt, merkt schnell: Die eigentliche Reparatur beginnt längst nicht mehr erst an der Hebebühne, sondern bei Energiepreisen, Ressourcenverbrauch und der Frage, wie man in einem zunehmend vernetzten Markt überhaupt noch planbar ausgelastet bleibt. Genau dort setzt das Partnerprogramm 2026 von «Repanet Suisse» an: nachhaltigere Prozesse, mehr Energieeffizienz, gezielter Ausbau des Netzwerks und ein deutlich erweitertes Schulungsangebot sollen die Partnerbetriebe fit halten – technisch, organisatorisch und wirtschaftlich.
Ein zentraler Hebel dafür sind neue Kooperationen, die das Leistungsangebot des Netzwerks spürbar verbreitern. Besonders ins Gewicht fällt die exklusive Zusammenarbeit mit «UPTO», einem Angebot der AXA Mobility Services AG: Fahrzeuge werden exklusiv in die von «UPTO» ausgewählten Repanet-Partnerbetriebe gesteuert. Das ist für Werkstätten vor allem aus einem Grund interessant: Es bringt planbare Frequenz statt Zufallskundschaft – und damit die Grundlage, Prozesse wirklich zu optimieren, statt ständig improvisieren zu müssen.
In dieselbe Richtung zielt auch die Einbindung von «Enterprise». Der Flottenpartner liefert ein kalkulierbares Schadenvolumen ins Netzwerk und löst gleichzeitig ein praktisches Problem, das im Alltag erstaunlich oft Zeit und Nerven kostet: Ersatzmobilität. Partnerbetriebe können ihren Kundinnen und Kunden Ersatzfahrzeuge anbieten, ohne selbst eine eigene Flotte finanzieren, unterhalten und auslasten zu müssen. Das klingt unspektakulär, ist aber genau die Art von Service-Baustein, die Abläufe glättet und die Kundenerwartung zuverlässig erfüllt.
Parallel stärkt «Repanet Suisse» die Zusammenarbeit mit Zulieferern und Dienstleistern, die in der Werkstatt konkret etwas verändern. Durch die vertiefte Kooperation mit «Derendinger AG» erhalten Partner Zugang zu ausgewählten Schulungsangeboten zu attraktiven Konditionen. Ergänzend kommt mit «nowaclean GmbH» ein Anbieter für professionelle Pflegeleistungen ins Spiel: von Komplettaufbereitungen – etwa für Leasingrückläufer oder beim Halterwechsel – bis zu einzelnen Innen- und Aussenreinigungen sowie Wartungs- und Reparaturleistungen. Und für die zukünftige Bearbeitung von Schadenmanagementfällen arbeitet «Repanet Suisse» neu mit «Swiss Dienstleistungszentrum DLC AG» zusammen, dem leistungsstärksten und grössten Schadensteuerer der Schweiz.
Inhaltlich wird 2026 aber vor allem dort geschärft, wo sich Effizienz und Nachhaltigkeit tatsächlich entscheiden: im Reparatur- und Lackierprozess. Energieeffizienz gewinnt entlang der gesamten Prozesskette an Bedeutung – mit dem klaren Ziel, Energieverbrauch und Ressourceneinsatz zu reduzieren, ohne bei Qualität und Sicherheit Abstriche zu machen. Gleichzeitig fördert «Repanet Suisse» den Einsatz nachhaltiger Produkte konsequent weiter. Der Grundsatz bleibt dabei unverändert und bewusst simpel: Reparieren statt ersetzen. Das senkt Kosten und reduziert den ökologischen Fussabdruck – nicht als Marketingbehauptung, sondern als logische Folge von weniger Material, weniger Transport und weniger Neuteilen.
Neu ist in diesem Kontext der Anspruch auf mehr Transparenz: Die eingesparten CO₂-Emissionen sollen künftig nachvollziehbarer ausgewiesen werden, damit Fortschritte für Betriebe und Kunden sichtbar werden. Ergänzend baut «Repanet Suisse» Partnerschaften mit Lieferanten aus, die innovative, nachhaltige Reparaturmethoden unterstützen – also Lösungen, die nicht nur «grüner» klingen, sondern sich in den Abläufen und Kennzahlen der Werkstatt abbilden lassen.
Damit das Netzwerk nicht nur inhaltlich schärfer, sondern auch in der Fläche stärker wird, setzt «Repanet Suisse» weiter auf Flottenpartner. Im FLI-Bereich werden Gespräche mit potenziellen Partnern geführt, um auch 2026 zusätzliche Flotten ins Netzwerk zu holen – und die Fahrzeuge gezielt in Repanet-Partnerbetriebe zu lenken. Dominic Schenker fasst den Effekt pragmatisch zusammen: Mit präzise abgestimmten Partnerschaften – ob Flotten, Lieferanten oder Dienstleister – entsteht zusätzlicher, nachweisbarer Nutzen und vor allem mehr planbare Auslastung für die Betriebe. Entscheidend ist dabei nicht die hübsche Formulierung, sondern die Zahl dahinter: weniger Zufall, mehr Steuerbarkeit.
Passend dazu wird auch das Schulungsangebot breiter aufgestellt. Neben technischen Weiterbildungen rücken Themen in den Fokus, die in vielen Betrieben lange als «nice to have» galten – bis der Alltag sie zur Pflicht gemacht hat: Kommunikation, der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Betrieb sowie der praxisnahe Umgang mit dem Energiekreislauf. Ziel ist es, Partnerbetriebe nicht nur fachlich weiterzubringen, sondern sie organisatorisch so aufzustellen, dass Effizienzgewinne auch wirklich ankommen – und nicht in den Reibungsverlusten zwischen Frontdesk, Werkstatt und Administration verpuffen.
Als gemeinsamer Fixpunkt im Jahr ist nach den vier regionalen Jahrestreffen 2026 wieder eine nationale Konferenz in der Zentralschweiz geplant. Hochkarätige Speaker sollen aktuelle Marktentwicklungen einordnen, Trends im nachhaltigen Reparieren zeigen und Impulse liefern, die sich im Werkstattalltag umsetzen lassen – idealerweise am nächsten Morgen, nicht irgendwann.
Am Ende bleibt die Stossrichtung klar: wirtschaftliche Stärkung der Partnerbetriebe und ein nachweisbarer Beitrag zur Weiterentwicklung der Branche. Oder, wie Dominic Schenker es zusammenfasst: «Unser Ziel ist es, unsere Partnerbetriebe wirtschaftlich zu stärken und gleichzeitig einen messbaren Beitrag zur Weiterentwicklung der Carrosserie-Branche zu leisten». In einer Industrie, die sich zwischen Kostendruck, Energiefragen und neuen Erwartungshaltungen neu sortiert, ist das weniger Überhöhung als pragmatische Notwendigkeit – und damit vielleicht die vernünftigste Ansage im ganzen Programm.