Mit der Partnerschaft mit aspaara erweitert Axalta sein Drivus-Portfolio um eine KI-gestützte Planungslösung für Carrosserie- und Lackierfachbetriebe. Ziel ist es, Werkstätten im Alltag dort zu entlasten, wo es meist klemmt: bei der Planung, der Auslastung und dem Umgang mit Engpässen. Die neue Lösung soll bestehende Abläufe nicht umkrempeln, sondern sich nahtlos in vorhandene Managementsysteme einfügen und in Echtzeit auf Veränderungen reagieren.
Kern des Angebots ist ein digitales Werkzeug, das nach der Einbindung eine präzise Nachbildung der jeweiligen Lackierwerkstatt erstellt. Auf dieser Basis führt die Software wöchentlich mehr als 5000 dynamische Simulationen durch, um Arbeitsabläufe laufend zu optimieren. Laut Axalta kann der Durchsatz damit um bis zu 16 Prozent steigen. Gleichzeitig soll die KI jeden einzelnen Schritt im Lackierprozess begleiten und so dazu beitragen, Reparaturzeiten zu verkürzen, Liefertermine besser einzuhalten und Spritzkabinen wie auch Mitarbeitende effizienter auszulasten.
Für Axalta ist die Zusammenarbeit mehr als eine technische Ergänzung. Das Unternehmen positioniert die Lösung als nächsten logischen Schritt in einer Entwicklung, die von digitalen Tools zur Farbtonfindung über vollautomatische Mischmaschinen nun in Richtung KI-gestützter Werkstattsteuerung führt. Fabien Boschetti, Vice President of Sales Refinish EMEA bei Axalta, betont, dass das Unternehmen seine Kunden nicht nur mit Produkten, sondern zunehmend mit konkreten Hilfsmitteln für den Betriebsalltag unterstützen wolle.
Begonnen hat die Partnerschaft mit einem erfolgreichen Start in der Schweiz. Nun wird das Angebot auf Axalta-Kunden in der gesamten Region Europa, Naher Osten und Afrika ausgeweitet. Vor allem für Betriebsleiter und Inhaber von Lackierwerkstätten soll die Lösung einen spürbaren Unterschied machen: Sie erhalten ein Werkzeug, das Planungsvorschläge laufend anpasst, bei Bedarf aber auch Raum lässt, Empfehlungen anzunehmen, zu verändern oder gezielt zu blockieren.
Axalta nennt dabei auch wirtschaftliche Effekte. So soll sich der Planungsaufwand mit aspaara um bis zu 75 Prozent reduzieren lassen. Der Return on Investment könne bereits innerhalb von zwei Monaten erreicht werden. Für Werkstätten, die unter hohem Termindruck arbeiten und zugleich mit begrenzten personellen Ressourcen auskommen müssen, klingt das nach einer Lösung, die weniger auf grosses Technikpathos setzt als auf ganz konkrete Entlastung im Tagesgeschäft.
Mit der Integration von aspaara baut Axalta sein Dienstleistungsangebot für die Refinish-Branche weiter aus. Der Fokus liegt klar auf mehr Effizienz, besserer Auslastung und einer Planung, die auch unter wechselnden Bedingungen stabil bleibt. Für Carrosserie- und Lackierbetriebe könnte genau das der entscheidende Punkt sein: nicht mehr Aufwand, sondern mehr Übersicht.