Ein extrem seltener, schwarz lackierter «RUF Yellowbird» stürzt vom Autotransporter. Ein Auto vom Laster? Passiert. Aber ein Yellowbird? Das ist Sakrileg.
Spike Feresten, Host von «Spike’s Car Radio», hält den Albtraum auf Instagram fest: Der Wagen rollt rückwärts von der Rampe, hängt kurz wie ein Tier im Fallen und schlägt dann mit dem Heck auf. Der Fahrer quittiert die Szene nicht mit Reue, sondern mit einem Mittelfinger Richtung Kamera.
Für die Hintergründe sorgt Podcaster und Autohändler John Clay Wolfe. In den USA ist er für seine Radioshow bekannt, in der er seit Jahren den Wahnsinn des Automarkts kommentiert. Seinen Angaben zufolge gehört der Yellowbird einem Kunden aus seinem Umfeld, frisch aus Deutschland zurück mit neuem schwarzen Lack. Ziel: San Francisco. Problem: blockierte Reifen hätte es gebraucht. Ergebnis: Physik gewinnt.
Und hier beginnt die Tragik. Der «RUF Yellowbird» ist kein Porsche von der Stange, sondern Legende. Ende der Achtziger baut RUF in Pfaffenhausen den 911 Carrera um – leichter, stärker, brutaler. Auf der Nordschleife bricht der Yellowbird Rekorde mit über 340 km/h. Nur 29 Stück entstehen, jedes heute ein rollendes Vermögen.
Fotos vom Schaden fehlen, doch die Szene spricht für sich: Heck und Unterboden leiden, die Reparatur wird teuer. Aber ein Totalschaden? Unmöglich. Autos dieser Liga sterben nicht, sie werden auferstanden.
Ironie des Schicksals: Drei Jahrzehnte überlebt der Yellowbird Hochgeschwindigkeitsrekorde, Besitzerwechsel und Millionenauktionen – und verliert beinahe gegen einen vergessenen Keil. Manche Legenden stürzen auf der Rennstrecke, andere eben auf der Rampe.