Dennis Schneider (Text)

Ruhestand geht anders: Rund 180 historische Fahrzeuge sorgten vom 3. bis 6. September im Schanfigg für Betrieb. Die 22. Arosa ClassicCar bot volle Zuschauerzonen, seltene Rennwagen und einen bestens bekannten Sieger.

Bis zu 25 000 Besucher verfolgten das Geschehen über die vier Veranstaltungstage – so die Schätzung des Veranstalters. Dieser meldet zudem einen neuen Rekord im Ticketverkauf. Bei sonnigem Wetter waren auch die Porsche-Renntaxifahrten vollständig ausgebucht.

7,3 Kilometer, 76 Kurven und 422 Meter Höhendifferenz: Die Strecke zwischen Langwies und Arosa verlangte den Klassikern einiges ab. Zum Bergrennen gehört sogar eine 1,2 Kilometer lange Abfahrt. Nach dem Dorfcorso am Donnerstag und den Trainings am Freitag folgten am Wochenende die Wertungsläufe.

Thomas Amweg holte im Amweg F2 AW76 seinen zehnten Gesamtsieg. Mit 4:10,46 Minuten sicherte er sich den «Grossen Preis von Arosa» und die Formelwertung. In der Kategorie Competition gewann Markus Jörg im Lotus 23B, während Rolf Senti im Fiat Abarth Rally die Classic Trophy und Heinz Vogt im Sylva Fisher Fury die Sport Trophy für sich entschieden. Schnellste Fahrerin war Bea Gabathuler im Mini Cooper S 1275.

Zu den Hinguckern gehörten ein Sauber C3, Dario Pergolinis Lancia Stratos und Walter Lais’ Ferrari 512 M. Das älteste Fahrzeug, Ruedi Schawalders La France Typ 12, stammt von 1917.

Auch eine Neuheit bekam ihren Auftritt: Jörg Bergmeister präsentierte den Porsche GT3 Bergsport, eine auf 100 Exemplare limitierte Sonderserie. Gemeinsam mit HIF Global und dem Veranstalter bot Porsche Schweiz ausserdem an einer mobilen Tankstelle kostenlos synthetischen Kraftstoff für die historischen Rennfahrzeuge an.

Rund 140 Streckenposten standen im Einsatz. Laut Veranstalter gab es einzelne kleinere Blechschäden, aber keine grösseren Zwischenfälle. Der Ruhestand kann warten.