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    Bis zu 1156 PS: Porsche schärft den Cayenne Electric

Von Dennis Schneider (Text)

Porsche macht den Cayenne Electric flacher, schärfer und emotionaler. Das neue Cayenne Coupé Electric übernimmt die markante Dachlinie des 911 – bei Porsche «Flyline» genannt – und verbindet sie mit den Proportionen eines grossen Elektro-SUV. Das Resultat: mehr Sportwagen-Anmutung, ohne den Nutzwert komplett dem Design zu opfern.

Ab der A-Säule ist das Coupé eigenständig gestaltet. Die Frontscheibe ist spezifisch ausgeführt, das Dach fällt dynamischer ab, die Schultern wirken breiter. Dazu kommen eine flächenbündig integrierte Heckscheibe, hochglänzend schwarze Seitenscheibenleisten und ein adaptiv ausfahrender Heckspoiler. Die Form sieht nicht nur schneller aus, sie hilft auch der Effizienz: Der cW-Wert liegt bei 0,23 statt 0,25 beim SUV. Je nach Modell steigt die kombinierte WLTP-Reichweite um bis zu 18 Kilometer auf maximal 669 Kilometer.

Trotz flacherer Linie bleibt der Cayenne ein grosser Alleskönner. Der wichtigste Unterschied zum SUV liegt in der Silhouette: Das Coupé liegt 24 mm tiefer und wirkt dadurch deutlich gestreckter. Beim Nutzwert bleibt es trotzdem stark. Das Ladevolumen reicht von 534 bis 1347 Liter, dazu kommt ein 90-Liter-Frunk unter der Haube. Die Rücksitze sind elektrisch verstellbar, erhältlich ist der Fond als Zwei- oder 2+1-Sitzer. Auch bei der Anhängelast bleibt Porsche praktisch: Bis zu 3,5 Tonnen sind möglich. Ein Offroad-Paket gibt es ebenfalls.

Zum Marktstart bietet Porsche das Cayenne Coupé Electric in drei Leistungsstufen an. Schon das Basismodell tritt mit 408 PS (300 kW) an und startet in der Schweiz bei 124 300 Franken. Darüber folgt der Cayenne S Coupé Electric mit 544 PS (400 kW) und deutlich mehr Nachdruck; hier beginnt der Preis bei 149 200 Franken. Die Spitze markiert der Turbo mit bis zu 1156 PS (850 kW) im Overboost. Er sprintet in nur 2,5 Sekunden auf 100 km/h und kostet ab 192 500 Franken. Damit ist klar: Auch elektrisch bleibt der Cayenne kein Auto für leise Auftritte.

Serienmässig fährt das Coupé mit adaptiver Luftfederung und Porsche Active Suspension Management. Für S und Turbo ist Porsche Active Ride optional erhältlich, die Hinterachslenkung mit bis zu fünf Grad Einschlagwinkel gibt es für alle Modelle. Dank 800-Volt-Technik lädt der Cayenne Coupé Electric am passenden Schnelllader mit bis zu 390 kW, unter idealen Bedingungen sogar mit bis zu 400 kW. Wechselstromladen ist serienmässig mit 11 kW möglich, optional mit 22 kW.

Im Innenraum übernimmt das Coupé die Porsche Driver Experience des SUV. Dazu gehören ein volldigitales Kombiinstrument, die zentrale Anzeigeeinheit mit geschwungener Oberfläche sowie optional ein Bildschirm für den Beifahrer und ein AR-Head-up-System. Digitale Anzeigen und klassische Bedienelemente sollen sich dabei nicht gegenseitig verdrängen, sondern ergänzen. Gut so – auch im Elektrozeitalter muss nicht jeder Handgriff zum Touchscreen-Ballett werden.

Mit dem Cayenne Coupé Electric setzt Porsche klar auf die emotionalere Seite der Baureihe. Mehr Design, mehr Dynamik, mehr 911-Zitat – aber weiterhin mit Reichweite, Platz und Anhängelast. Ein Elektro-SUV also, das nicht nur praktisch sein will. Sondern auch ein bisschen verführen.