Ferrari schärft den Purosangue nach – nicht mit mehr Leistung, sondern mit mehr Biss. Für den ersten viertürigen Viersitzer aus Maranello ist neu auf Wunsch die Konfiguration «Handling Speciale» erhältlich. Sie soll den Purosangue direkter, sportlicher und emotionaler machen, ohne seine Alltagstauglichkeit über Bord zu werfen.
Im Zentrum steht eine neue Kalibrierung des aktiven Fahrwerks. Sie reduziert die Carrosseriebewegungen um rund zehn Prozent und sorgt damit für ein strafferes, kompakteres Fahrgefühl. Der Purosangue soll dadurch präziser auf Lenkbefehle reagieren, besonders in Kurven und bei schnellen Richtungswechseln. Ebenfalls überarbeitet wurden die Schaltstrategien: In den Manettino-Modi «Race» und «ESC Off» wechseln die Gänge schneller und direkter, im manuellen Modus wird es ab rund 5500/min spürbar sportlicher. Auch der Klang im Innenraum wurde nachgeschärft – der V12 darf beim Starten und Beschleunigen präsenter auftreten.
An der Grundarchitektur ändert Ferrari nichts. Der Purosangue bleibt ein viertüriger Viersitzer mit Frontmittelmotor, Transaxle-Layout und hinten platziertem Getriebe. Sein 6,5-Liter-V12-Saugmotor leistet 725 PS und 716 Nm. Damit sprintet der Purosangue in 3,3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht über 310 km/h Spitze.
Auch optisch setzt die Handling-Speciale-Konfiguration eigene Akzente. Dazu gehören speziell gestaltete Felgen mit Diamantschliff, Karbon-Seitenschweller, mattschwarze Auspuffendrohre, ein schwarzes Cavallino am Heck, ein Ferrari-Schriftzug in Satinoptik sowie eine eigene Plakette im Innenraum.
Der Verbrauch bleibt standesgemäss unbescheiden: Ferrari nennt 17,3 l/100 km und CO₂-Emissionen von 393 g/km. Dafür ist das siebenjährige Wartungsprogramm «Genuine Maintenance» inklusive, mit regelmässiger Wartung alle 20 000 Kilometer oder einmal jährlich ohne Kilometerbegrenzung. So bleibt der Purosangue, was er sein soll: ein Ferrari mit vier Türen – nur jetzt mit etwas kürzerer Leine.