Carwing-Redaktion (Text)
Fahrzeugbauer in Polen sollen mehr Lastwagen, Spezialfahrgestelle und gepanzerte Fahrzeugkörper für die Armee herstellen. Der Staat unterstützt den Ausbau dreier Unternehmen der Rüstungsgruppe PGZ mit Steuerentlastungen von umgerechnet bis zu 81 Millionen Franken.
Im früheren Rafako-Werk in Racibórz soll Jelcz Militärlastwagen und Spezialfahrgestelle fertigen. Langfristiges Ziel sind bis zu 700 Fahrzeuge jährlich. Rosomak plant dort eine Schweisslinie für die Fahrzeugwannen gepanzerter Radtransporter.
Bumar-Łabędy erweitert in Gliwice seine Kapazitäten für gepanzerte Fahrzeuge, unter anderem für das Panzerprogramm K2PL. Zum bereits laufenden Ausbau gehören eine Lackieranlage, eine Montagelinie und eine Halle für mechanische Bearbeitung und Schweissen. Die Steuerhilfe ergänzt die Finanzierung.
Politisch steht dahinter der Ausbau der polnischen Verteidigungsfähigkeit angesichts von Russlands Krieg gegen die Ukraine. Das ist eine gezielte Stärkung der Rüstungsindustrie. Eine Umstellung der gesamten Wirtschaft auf Kriegsproduktion lässt sich aus diesem Förderpaket nicht ableiten.