Von Heinz Schneider (Text)
Die Lift AG und das HCG Schadenmanagement arbeiten seit rund zwei Jahren zusammen. Was zunächst nüchtern nach einer Dienstleisterbeziehung klingt, ist im Alltag eines Flottenbetriebs deutlich mehr: Es geht um Vertrauen, Verlässlichkeit und die Frage, wie sich Schäden an Firmenfahrzeugen möglichst effizient, transparent und wirtschaftlich abwickeln lassen. Gerade bei einer Flotte mit rund 170 Fahrzeugen ist ein Blechschaden eben selten nur ein Blechschaden. Er kostet Zeit, Nerven, Geld – und im ungünstigsten Fall auch eine Reparatur nach dem Motto «lieber gestern als heute».
Auslöser der neuen und jetzt noch engeren Zusammenarbeit war eine strategische Neuausrichtung im Flottenmanagement der Lift AG. Nach der Auflösung eines Full-Leasing-Vertrags mit einem Leasinganbieter entschied sich das Unternehmen, gewisse Dienstleistungen gezielt extern einzukaufen. Für die schweizweite Schadenabwicklung wurde das HCG Schadenmanagement beauftragt. Ein Schritt, der zeigt: Wer aus dem Komplettpaket aussteigt, braucht nicht weniger Struktur, sondern oft mehr davon. Nur eben mit klarerem Zugriff auf Prozesse, Kosten und Qualität.
Die Lift AG ist in Regensdorf keine Unbekannte. Seit 1958 stellt das unabhängige Familienunternehmen Personen- und Warenaufzüge her und sorgt auch für deren Wartung. Neben dem Hauptsitz in Regensdorf verfügt die Firma über Verkaufsstandorte in Lachen (SZ), St. Gallen und Muttenz (BL). Das Einsatzgebiet ist entsprechend breit, die Fahrzeuge sind täglich unterwegs – zu Kunden, Baustellen, Serviceeinsätzen und Wartungsterminen. Eine Flotte dieser Grösse muss funktionieren wie ein gut eingestellter Lift: möglichst ohne Ruckeln, ohne unnötige Stopps und mit sauberer Steuerung im Hintergrund.
Genau hier setzt HCG Schadenmanagement an. Das Unternehmen übernimmt für die Lift AG die Schadenadministration und steuert die Reparaturen über sein schweizweites Netzwerk unabhängiger Carrosserie- und Reparaturbetriebe. Für die Lift AG bedeutet das: weniger interner Aufwand, klarere Abläufe und eine professionelle Begleitung vom Schadenfall bis zur abgeschlossenen Reparatur. Was im Einzelfall nach Administration klingt, summiert sich über ein ganzes Jahr rasch zu einem spürbaren Faktor in der Flottenrechnung.
Ein zentraler Punkt ist dabei die Kostenoptimierung. Seit Beginn der Zusammenarbeit konnte die Lift AG ihre Schadenkosten verbessern – einerseits durch den bewussten Entscheid, Dienstleistungen ausserhalb eines Full-Leasing-Vertrags gezielt über spezialisierte Anbieter zu beziehen, andererseits durch die strukturierte Schadenabwicklung und die Reparaturen innerhalb des HCG-Netzwerks. Besonders wichtig ist dabei der Ansatz nachhaltiger Reparaturen. Nicht jedes beschädigte Teil muss reflexartig ersetzt werden, wenn eine fachgerechte Instandsetzung wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist. Das schont das Budget, vermeidet unnötigen Materialeinsatz und passt zu einer Zeit, in der Effizienz nicht nur in Franken, sondern zunehmend auch in Ressourcen gemessen wird.
Für Flottenbetreiber liegt der Vorteil auf der Hand. Wer viele Fahrzeuge auf der Strasse hat, braucht im Schadenfall keine Improvisation, sondern einen belastbaren Prozess. Ein beschädigtes Servicefahrzeug darf nicht länger als nötig ausfallen, die Reparaturkosten müssen nachvollziehbar bleiben, und die Qualität darf trotz Kostendruck nicht leiden. Das ist die eigentliche Kunst im Schadenmanagement: nicht einfach möglichst billig zu reparieren, sondern den wirtschaftlich richtigen Weg zu finden. Zwischen Ersatzteil, Reparaturmethode, Standzeit und Einsatzplanung liegt ein beträchtlicher Hebel.
Die Zusammenarbeit zwischen der Lift AG und dem HCG Schadenmanagement zeigt damit exemplarisch, wie sich modernes Flottenmanagement verändert. Weg vom pauschalen Rundum-sorglos-Paket, hin zu modularen Lösungen mit spezialisierten Partnern. Das verlangt zwar mehr strategische Klarheit vom Flottenbetreiber, bietet im Gegenzug aber auch mehr Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten. Oder anders gesagt: Wer die Kabine verlässt und in den Maschinenraum schaut, versteht plötzlich besser, wo sich Effizienz gewinnen lässt.
Dass beide Unternehmen in Regensdorf verwurzelt sind, verleiht der Kooperation zusätzlich eine bodenständige Note. Hier arbeiten nicht zwei anonyme Grossstrukturen über mehrere Schnittstellen hinweg aneinander vorbei, sondern zwei Unternehmen mit Nähe zum Geschäft und einem gemeinsamen Verständnis für pragmatische Lösungen. Bei Aufzügen wie bei Fahrzeugschäden gilt schliesslich dasselbe: Entscheidend ist, dass es im richtigen Moment zuverlässig weitergeht.