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    Parkschäden: Einzelne Reparaturarbeiten fast 50 Prozent teurer

Carwing-Redaktion (Text)

Ein kleiner Rempler auf dem Parkplatz, eine erstaunlich grosse Rechnung: Einzelne Reparaturarbeiten an Schweizer Fahrzeugen haben sich innerhalb von nur zwei Jahren um beinahe 50 Prozent verteuert. Das zeigt eine Analyse von Comparis auf Basis von Solera-Daten.

Ausgewertet wurden genau 7 296 595 Arbeitsvorgänge aus Schweizer Schadenkalkulationen der Jahre 2023 bis 2025. Ein Schadenfall kann dabei mehrere Vorgänge umfassen, beispielsweise die Instandsetzung und die anschliessende Lackierung eines Bauteils.

Besonders deutlich stiegen die durchschnittlichen Kosten für die reine Instandsetzung einer Hintertür: von 92.10 auf 134.40 Franken – ein Plus von 45,9 Prozent. Bei Vordertüren betrug der Anstieg 45,8 Prozent, bei Seitenwänden 41,2 Prozent und bei vorderen Kotflügeln 32,3 Prozent.

Erstaunlich moderat entwickelten sich dagegen die Lackierkosten. Das Lackieren einer Hintertür verteuerte sich lediglich um 3,5 Prozent, von 238 auf durchschnittlich 246 Franken. Reparatur und Lackierung zusammen kosteten 2025 rund 380 Franken – etwa 15 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor.

Mit höheren Stundenansätzen allein lässt sich der Sprung kaum erklären. Der durchschnittliche Werkstattstundensatz erhöhte sich gemäss FIGAS allein 2024 um rund drei Prozent auf 172.30 Franken. Auch zusätzliche Elektronik, Sensoren und Assistenzsysteme erhöhen den Reparaturaufwand, erklären die teilweise fast 50-prozentigen Preissteigerungen einzelner Arbeitspositionen aber nicht vollständig.

Comparis lässt deshalb offen, was die Kosten derart kräftig antreibt. Ob auch längere kalkulierte Arbeitszeiten, veränderte Reparaturverfahren oder höhere Margen eine Rolle spielen, lässt sich anhand der vorliegenden Daten nicht feststellen. Sicher ist nur: Der Parkschaden wächst schneller als der Parkplatz.