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    Wenn Kameras Augen machen: Kalibrieren bei «Glas Trösch» richtig lernen

Von Heinz Schneider (Text)

Wer beim Thema Kalibrierung nicht ganz den vollen Durchblick hat, ist damit keineswegs allein. Moderne Fahrzeuge beobachten ihre Umgebung inzwischen mit Kameras, Radar- und weiteren Sensorsystemen so aufmerksam, dass selbst erfahrene Fachleute gelegentlich zweimal hinschauen müssen. «Glas Trösch Autoglas» schafft allerdings am 12. November 2026 volle Klarheit – mit einem eintägigen Kurs in der «Automotive Academy» an der Nordringstrasse 1 in Oensingen (SO).

Vermittelt werden die Grundlagen moderner Fahrassistenzsysteme, die Funktion und Vernetzung der beteiligten Steuergeräte sowie die Unterschiede zwischen statischer und dynamischer Kalibrierung. Es geht also nicht bloss darum, ein Gerät anzuschliessen und darauf zu hoffen, dass am Ende irgendwo ein grünes Häkchen erscheint. Gefragt sind Verständnis, Genauigkeit und ein sauberer Arbeitsablauf.

Zu Beginn erhalten die Teilnehmenden einen theoretischen Einblick in die Materie. Welche Aufgaben übernehmen die Sensoren eines Fahrzeugs? Welche Kalibrierungsarbeiten sind nach einem Scheibentausch, einer Reparatur oder einem Eingriff am Fahrwerk notwendig? Und weshalb kann bereits eine kleine Abweichung darüber entscheiden, ob ein Assistenzsystem zuverlässig arbeitet oder die Strassenmarkierung eher als unverbindliche Empfehlung betrachtet?

Anschliessend wird es praktisch. Die Teilnehmenden lernen den fachgerechten Umgang mit den Kalibrierungswerkzeugen und können selbst Hand anlegen. Unter anderem wird eine Frontkamera kalibriert. Auch das Thema Radar steht auf dem Programm: Ein Abstandsregeltempomat wird eingestellt und geprüft.

Gearbeitet wird mit den Systemen von «Hella Gutmann» und «Autel.» Dabei bleibt es nicht bei einer oberflächlichen Vorführung. Der Kurs geht bewusst stärker ins Detail als viele vergleichbare Angebote und bietet die Möglichkeit, aktiv mitzuarbeiten, Fragen zu stellen und die einzelnen Arbeitsschritte selbst nachzuvollziehen. Das ist sinnvoll, denn Kalibrieren lernt man nur bedingt durch Zuschauen – ähnlich wie Schweissen, Lackieren oder Einparkieren.

Geleitet wird der Kurs von Manuel Amweg, unterstützt durch Erich Meyer. Amweg kennt die Carrosseriebranche nicht nur aus Schulungsunterlagen. Er ist gelernter Autolackierer und Carrosseriespengler und hat die Klebfachkraftprüfung absolviert. International trägt diese Qualifikation die Bezeichnung «European Adhesive Specialist», kurz EAS. Vor seiner Tätigkeit bei «Glas Trösch Autoglas» arbeitete er als Fachspezialist für Fahrassistenzsysteme und bringt damit genau jene Verbindung aus handwerklicher Praxis und technischem Verständnis mit, die bei diesem Thema gefragt ist.

Bei «Glas Trösch Autoglas» verantwortet Manuel Amweg heute die Bereiche Technik und Qualitätssicherung. Zudem führt er interne und externe Schulungen durch, als Nachfolger von Beat Küffer – ein ausgewiesener Vollprofi, den man kaum vorstellen muss. Küffer dürfte während seiner Berufslaufbahn mehr über Autoglas vergessen haben, als andere je darüber gelernt haben. Das ist für seinen Nachfolger eine stattliche Messlatte, aber auch ein solides Fundament.

Der Kalibrierungskurs richtet sich an Fachleute, die moderne Assistenzsysteme nicht nur bedienen, sondern deren Zusammenhänge verstehen möchten. Denn Kameras, Radar und Steuergeräte sind längst keine exotischen Zusatzausstattungen mehr. Sie gehören zum Werkstattalltag – und verlangen nach präziser Arbeit. Wer hier den kompletten Durchblick haben will, sollte deshalb nicht nur durch die Scheibe schauen, sondern auch wissen, was dahinter arbeitet.

Wer mehr vom Kurs wissen oder sich direkt anmelden möchte, meldet sich per E-Mail über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

PS: Wer nicht selbst kalibrieren will, findet auf «autoglaskalibrierung.ch» passende Betriebe, welche diese Dienstleistung anbieten.