Während in vielen Lackierbetrieben noch um jeden freien Termin gerungen wird, verschiebt sich der eigentliche Kampf längst in den Hintergrund – in den Prozess. Energie und Material werden teurer, die CO₂-Bilanz sitzt gefühlt mit auf der Werkbank, und qualifizierte Leute sind so selten wie ein perfekt passender Farbton beim ersten Schuss. Gleichzeitig steigen die Erwartungen von Versicherungen, Flottenkunden und Endkundschaft: schneller soll es gehen, sauberer, nachvollziehbarer – und bitte ohne Diskussion.
Genau an dieser Stelle setzt AkzoNobel mit dem Technischen Schulungsprogramm 2026 an. Die Idee ist weniger «Schulung um der Schulung willen», sondern praktische Unterstützung für den Alltag im Schweizer Lackierhandwerk: wirtschaftlich gedacht, qualitätsorientiert aufgebaut und so ausgerichtet, dass es im Betrieb tatsächlich hilft – dort, wo Zeit fehlt, Nacharbeit nervt und jeder unnötige Spritzgang Geld kostet.
Claudio Vetri, Technischer Leiter der AkzoNobel Nobel Coatings AG, bringt die Ausgangslage nüchtern auf den Punkt: «Der Alltag in den Lackierbetrieben ist heute geprägt von Zeitdruck, steigenden Kosten und fehlenden Fachkräften. Genau deshalb müssen Prozesse einfacher, sicherer und reproduzierbar funktionieren – unabhängig davon, wer gerade an der Lackierpistole steht.» Das Programm zielt entsprechend auf messbare Effekte: weniger Ausschuss, weniger Nacharbeit, kürzere Durchlaufzeiten und eine Qualität, die nicht von Tagesform oder Personaldecke abhängt. Die Botschaft dahinter ist klar: Wer Stabilität im Prozess gewinnt, entlastet Teams – und schützt Marge und Ruf gleich mit.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt 2026 auf innovativen und nachhaltigen Basislacksystemen wie Sikkens Autowave Optima. Solche Systeme sollen Material- und Energieverbrauch senken, gleichzeitig aber Prozesssicherheit und erstklassige Oberflächenergebnisse liefern – also nicht «ökologisch nett», sondern betrieblich relevant. Und weil Effizienz heute selten nur aus einem Produkt entsteht, werden digitale und automatisierte Lösungen in den Ablauf integriert: PaintPerform Air, die vollautomatische Mischmaschine ColorMatchic sowie die Farbtonmanagement-Software MIXIT. Der Effekt zeigt sich laut AkzoNobel nicht nur auf dem Papier, sondern im Takt der Werkstatt: weniger Reibungsverluste, mehr Planbarkeit, mehr Profitabilität.
Neben diesen Technologie- und Systemthemen vermittelt das Schulungsprogramm vertieftes Know-how zum gesamten Produkt- und Systemportfolio von AkzoNobel. Teilnehmende erweitern ihr Verarbeitungswissen, tauschen Erfahrungen aus und erarbeiten Lösungen für reale Herausforderungen aus dem Werkstattalltag. Im Zentrum stehen stabile Prozesse und nachhaltige Lackierergebnisse – mit dem erklärten Ziel, langfristige Wettbewerbsvorteile aufzubauen, statt kurzfristig an Symptomen herumzuschleifen.
Amedeo Bonorva, Country Sales Manager AkzoNobel Coatings AG, ordnet das Thema Nachhaltigkeit dabei bewusst als wirtschaftliche Notwendigkeit ein: «Nachhaltigkeit ist im Lackierbetrieb heute kein Zusatzthema mehr, sondern ein zentraler wirtschaftlicher Erfolgsfaktor.» Steigende Energiepreise, strengere Anforderungen an die CO₂-Bilanz und der anhaltende Fachkräftemangel seien Treiber, die Betriebe zu effizienterem und strukturierterem Arbeiten zwingen – und Weiterbildung werde damit zum Hebel, der wirklich in den Alltag greift. Wer in qualifizierte Mitarbeitende, nachhaltige Produkte und digital unterstützte Prozesse investiere, senke Material- und Energieverbrauch, reduziere Nacharbeit und schaffe stabile Abläufe – genau dort, wo am Ende Zeit, Qualität und Ertrag entschieden werden.
Passend dazu investiert AkzoNobel in moderne Schulungsplattformen und zeitgemässe Lernformate. Professionell ausgestattete Trainingsräume, praxisnahes Equipment sowie erfahrene Trainerinnen und Trainer sollen den Wissenstransfer nicht als Theorieblock, sondern als Werkzeugkasten für die Werkstatt erlebbar machen. Ein zentraler Bestandteil bleibt der regelmässige Austausch zwischen Betrieben, Expertinnen und Experten sowie AkzoNobel-Spezialisten – denn die besten Lösungen entstehen selten im stillen Kämmerlein, sondern dort, wo Praxis und Know-how aufeinanderprallen und am Ende etwas Brauchbares übrig bleibt.
Wie in den Vorjahren ist das Technische Schulungsprogramm 2026 in drei aufeinander aufbauende Trainingsstufen gegliedert. Es richtet sich sowohl an Einsteigerinnen und Einsteiger als auch an erfahrene Fachkräfte – flexibel, praxisnah und konsequent auf die Anforderungen des Schweizer Marktes abgestimmt. Und wenn am Ende weniger Nacharbeit anfällt, die Abläufe ruhiger werden und Qualität nicht mehr vom Zufall abhängt, dann hat Weiterbildung ihren besten Beweis erbracht: nicht als Versprechen, sondern als spürbare Entlastung im Tagesgeschäft.