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    Am Internationalen Tag der Farbe zeigt sich, was Autofarbe wirklich kann

Ein Auto kauft man nicht nur mit den Augen, aber sehr oft beginnt alles genau dort. An der Farbe. Sie entscheidet mit darüber, ob ein Modell begehrlich wirkt, technisch kühl, sportlich oder elegant. Zum Internationalen Tag der Farbe am 21. März rückt BASF Coatings deshalb ein Thema ins Licht, das im Alltag oft unterschätzt wird: Automobillack ist weit mehr als ein schöner Ton auf Blech.

Denn was von aussen wie reine Gestaltung erscheint, ist in Wirklichkeit ein hochkomplexes System. Der sichtbare Basislack ist nur ein Teil davon. Damit eine Farbe über Jahre hinweg überzeugt, braucht es eine präzise abgestimmte Folge aus Vorbehandlung, Haftung, Schutz und Deckschichten. Erst dieses Zusammenspiel sorgt dafür, dass ein Farbton nicht nur beim Neuwagen glänzt, sondern auch langfristig widerstandsfähig bleibt.

Gerade die ersten, unsichtbaren Schritte sind dabei entscheidend. BASF Coatings verweist auf die Bedeutung der Vorbehandlung, die die Grundlage für Korrosionsschutz, Lackhaftung und damit für die Haltbarkeit des gesamten Systems schafft. Die Farbe, die später ins Auge fällt, lebt also von Prozessen, die man gar nicht sieht. Oder anders gesagt: Bevor es schön wird, muss es erst einmal robust werden.

Das ist umso wichtiger, weil Fahrzeugfarbe heute weit mehr leisten muss als reine Optik. Sie prägt die Markenidentität, beeinflusst Kaufentscheidungen und trägt auch zur Langlebigkeit eines Fahrzeugs bei. In einer Branche, in der Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Lebensdauer immer stärker zählen, wird Lackierung damit zur technischen Schlüsselaufgabe.

Parallel dazu wächst der gestalterische Anspruch. Die Vielfalt moderner Automobilfarben entsteht aus dem präzisen Zusammenspiel von Pigmenten und Effektmaterialien, die jedem Ton seinen eigenen Charakter verleihen. BASF Coatings entwickelt diese Farblösungen gemeinsam mit Automobilherstellern und dem eigenen Farbdesign-Team. Nach Angaben des Unternehmens entstehen dabei jedes Jahr mehr als 1’300 Farbkonzepte, von denen rund 450 tatsächlich umgesetzt werden.

Bemerkenswert ist, dass sich Design und Nachhaltigkeit dabei zunehmend verbinden. So wurde die Trendfarbe Reverence Darkness 2025 mit dem Materialica Design and Technology Award ausgezeichnet, unter anderem wegen der Verwendung recycelter Reifenmaterialien als Quelle für den Farbton Carbon Black. Zudem war BASF Coatings mit dem Projekt «Farben mit erneuerbaren Pigmenten» Finalist beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design 2025. Dabei geht es darum, biobasierte Abfallströme in ausdrucksstarke Farblösungen zu überführen, ohne Kompromisse bei Haltbarkeit oder Produktionssicherheit einzugehen.

Nach Einschätzung von BASF Coatings wächst weltweit das Interesse an individuelleren Farbidentitäten und an Lösungen, die verantwortungsvoll ausgewählte Materialien integrieren. Für die Entwickler bedeutet das eine doppelte Herausforderung: Die Farben sollen emotional ansprechen, kulturelle und technische Trends aufnehmen und gleichzeitig in der industriellen Serienproduktion zuverlässig funktionieren.

Wie anspruchsvoll dieses Feld tatsächlich ist, zeigt sich besonders nach der Auslieferung eines Fahrzeugs. Moderne Lacksysteme verfügen heute über Funktionen wie UV-Schutz, um das Ausbleichen durch Sonneneinstrahlung zu reduzieren. Trotzdem verändert sich ein Farbton im Lauf der Zeit oft in feinen Nuancen. Genau deshalb ist die präzise Farbtonwiederherstellung im Reparaturfall so entscheidend.

BASF Coatings setzt dafür auf digitale Systeme und eine Online-Datenbank mit Informationen zu Millionen von Farbtönen samt den passenden Mischformeln für Fahrzeuge aus aller Welt. Werkstätten erhalten so Zugang zu präzisen Farbdaten und zu Reparaturlackprodukten, die sich an den Vorgaben der Hersteller orientieren. Ziel ist es, auch Jahre nach der Erstlackierung eine möglichst exakte Annäherung an den Originalzustand zu erreichen.

Damit zeigt sich: Automobilfarbe ist längst kein Nebenschauplatz mehr. Sie verbindet Design mit Materialwissenschaft, Schutz mit Nachhaltigkeit und Emotion mit Präzision. BASF Coatings will diese Rolle entlang des gesamten Fahrzeuglebenszyklus weiter ausbauen. Das gilt auch mit Blick auf das zweite Quartal 2026, wenn das Unternehmen unter der Eigentümerschaft von Carlyle ein neues Kapitel aufschlägt. Die Richtung ist klar: mehr technische Kompetenz, mehr Investitionen in Mitarbeitende und ein noch stärkerer Fokus auf das, was am Auto sofort auffällt – und technisch doch so viel tiefer geht, als es auf den ersten Blick scheint.