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    758,3 Millionen Dollar: Monterey sprengt alle Auktionsrekorde

Dennis Schneider (Text)

Die fünf grossen Auktionshäuser der Monterey Car Week haben 2026 einen neuen Rekord aufgestellt. Hagertys Schlussauswertung beziffert den Gesamtumsatz auf 758,3 Millionen Dollar. Verkauft wurden 854 von 1 124 angebotenen Losen, was einer Quote von 76 Prozent entspricht. Die zunächst publizierte Bilanz von 747,9 Millionen Dollar und 844 Verkäufen war somit noch ein Zwischenstand.

Der unbestrittene Star der Woche war der Shelby Cobra Daytona Coupe CSX2300. Über seine Rennhistorie und die damalige Preisansage hat Carwing bereits vor der Auktion berichtet. Gooding Christie’s hatte die offizielle Schätzung mit «mehr als 25 Millionen Dollar» angegeben. Am Ende wechselte der Shelby für 42,905 Millionen Dollar den Besitzer. Aus «mehr als 25 Millionen» wurden damit beinahe 43 Millionen Dollar.

CSX2300 ist nun der teuerste amerikanische Wagen und der teuerste Shelby, der je öffentlich versteigert wurde. Der bisherige US-Rekordhalter, ein Duesenberg SSJ von 1935, hatte 2018 einen Preis von 22 Millionen Dollar erzielt. Der Shelby übertraf diese Marke beinahe um das Doppelte.

Doch Monterey 2026 war nicht nur eine Feier klassischer Rennwagen. Ein neuer elektrischer Ferrari Luce brachte als Wohltätigkeitslos 40 Millionen Dollar ein. Ein McLaren F1 GTR von 1996 erzielte 34,655 Millionen Dollar, ein Ferrari 288 GTO von 1985 kam auf 11,555 Millionen Dollar. Supersportwagen der 1980er-, 1990er- und 2000er-Jahre bestimmen den Markt immer stärker.

Der Rekord bedeutet deshalb nicht, dass plötzlich jeder Oldtimer zum Goldstück wird. Gefragt sind vor allem seltene Spitzenmodelle mit lückenloser Geschichte, besonderer Spezifikation oder Rennerfolgen. Bedeutende Vorkriegsautos bleiben wertvoll – die grossen Preissprünge finden inzwischen aber häufig bei jüngeren Sammlerfahrzeugen statt.